Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Außenansicht Museum Perleberg

Leiterin A. Pöpplau

Mönchort 7 - 11
19348 Perleberg

Telefon (03876) 781 422 | Empfang
Telefax (03876) 781 499

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.stadtmuseum-perleberg.de

Öffnungszeiten:
Hinweis: Melden Sie sich bitte zuvor an und vergessen Sie Ihren Nasen-Mund-Schutz nicht!

Dienstag-Freitag: 10.00 - 16.00 Uhr
Sonntag: 11.00 - 16.00 Uhr
... sowie nach Vereinbarung.

Nachdem 1899 die Funde aus dem Königsgrab Seddin ins Märkische Museum nach Berlin verbracht worden waren, entschied man sich, in Perleberg ein Museum zu gründen. Dies geschah im Jahr 1905. Es sollte die weiteren Funde aus der Region sowie die sonstigen Altertümer aus der Stadt Perleberg und dem Umland aufnehmen. Museumsgründer und erster Leiter war Kaufmann Wilhelm Ratig (1852-1929). Unter den Brandenburgischen Regionalmuseen gehört das Perleberger Stadt- und Regionalmuseum zu den ältesten Gründungen mit den umfangreichsten Sammlungsbeständen. Seine Heimstatt ist seit 1931 das aus der Zeit um 1800 stammende Haus Mönchort 7 in Perleberg. Dazu kamen später die Häuser 9 bis 11.

 

Zum Thema "Prignitz" ist einerseits ein Internetportal für die Recherche regionalkundlicher Medien der Bibliotheken, Archive und Museen der Mitgliedskommunen des Regionalen Wachstumskerns Perleberg, Wittenberge, Karstädt im Internet unter http://www.regionalbibliothek-prignitz.de/ zu finden.

 

Anderseits wird durch den gemeinnützigen Förderkreis Prignitzer Museen e. V. eine Internetplattform über die Museen der Prignitz unter http://www.prignitzer-museen.de/ geführt.

 

Informationen rund um die Ausstellungen sowie Veranstaltungen finden Sie auf der Internetseite des

 

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Aktuelle Meldungen

Vortrag „Perleberger Baudenkmale aus sieben Jahrhunderten. Sie erzählen die Geschichte der Stadt und ihrer Ortsteile"

(06.10.2021)

Am Mittwoch, 20. Oktober um 19 Uhr, lädt das Stadt- und Regionalmuseum gemeinsam mit Autor Dr. Matthias Metzler zur Buchvorstellung der im Jahr 2020 erschienenen Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Landkreis Prignitz ein.

 

Zum reichen Denkmalbestand der 1239 erstmals erwähnten Stadt Perleberg gehören die Pfarrkirche St. Jacobi und das Rathaus sowie die teilweise noch spätmittelalterlichen Kaufmannshäuser (u. a. Großer Markt 4), von denen sich in keiner anderen Stadt im Land Brandenburg derart viele erhalten haben. Darüber hinaus prägen zahlreiche Fachwerkhäuser des 17. bis 19. Jahrhunderts das Bild der Altstadt, die sich ihren mittelalterlichen Grundriss innerhalb des alten Stadtmauerrings völlig bewahren konnte. Sie alle erzählen spannende Stadt- und Familiengeschichten. Eine wichtige Denkmalgruppe bilden daneben die repräsentativen Bauten des 19. bis 20. Jahrhunderts, wie z. B. Realgymnasium, Stadtkaserne sowie Wohn- und Geschäftshäuser der Gründerzeit.

 

Die meist bereits im Mittelalter angelegten Dörfer um Perleberg verfügen über einige der ältesten erhaltenen Dorfkirchen in der Prignitz, darunter die Feldsteinkirchen in Düpow, Quitzow und Sükow. Das Gotteshaus in Schönfeld ist nach derzeitigem Kenntnisstand die älteste erhaltene Fachwerkkirche in Brandenburg. Bäuerliche Gehöfte, malerische Wassermühlen sowie einzelne Gutsanlagen auf alten Rittersitzen, wie die in Dergenthin oder Wüsten Buchholz, prägen das Bild verschiedener Orte, von denen 12 heute zur Stadt gehören.

 

Das großformatige Buch bietet neben einer Baugeschichte der Stadt Perleberg auch zu allen 12 Ortsteilen sowie dem untergegangenen Rittergut Kuhwinkel bei Dergenthin erstmals ausführliche geschichtliche Schilderungen zu den einzelnen Ortschaften. 

 

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung

Telefon: (03876) 781 422 bzw. 421 oder E-Mail:  

Teilnahmebeitrag: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro


Backgrounder

Der federführende Autor dieses reich bebilderten Bandes ist Matthias Metzler, Dr. phil., 1985-90 Studium der Kunstwissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig, 1990 Diplomabschluss (Bürgerhausbauten des Architekten Carl von Gontard), 1998 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin (Baudenkmale der Stadt Neuruppin). Seit 1991 Fachreferent im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum, zuständig für die Inventarisation der Baudenkmale in den Landkreisen Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz. Seit 2012 Leiter des Referats Inventarisation. Bearbeiter der Denkmaltopographien zum Landkreis Ostprignitz-Ruppin (1996: Stadt Neuruppin, 2003: Stadt Rheinsberg, Amt Lindow / Mark, Gemeinde Fehrbellin) und zum Landkreis Prignitz (2020: Stadt Perleberg).

 

Überall im Buchhandel, im Stadt- und Regionalmuseum sowie in der Stadtinformation Perleberg erhältlich:

Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg, Bd. 15.1: Landkreis Prignitz, Stadt Perleberg, hrsg. vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum, bearb. von Matthias Metzler, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2020.

Foto zur Meldung: Vortrag „Perleberger Baudenkmale aus sieben Jahrhunderten. Sie erzählen die Geschichte der Stadt und ihrer Ortsteile"
Foto: Abbildung: Buch Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland

„Archäologie für Groß und Klein – ein Mitmach-Tag im Museum“

(29.09.2021)

Tag der Deutschen Einheit 3. Oktober 2021 mit dem Stadt- und Regionalmuseum Perleberg - am Sonntag, 3. Oktober 2021, 11.00 bis 16.00 Uhr

 

Die Archäologie und die Bodendenkmalpflege spielen spätestens seit der Entdeckung der Grabkammer des Königsgrabes von Seddin in der Prignitz eine herausragende Rolle im öffentlichen Bewusstsein der Einwohner und der Gäste der Region. Das Königsgrab von Seddin ist seit seiner Entdeckung im Jahre 1899 die archäologische Sensation aus der Bronzezeit im norddeutschen Raum. Viel ist schon über das Königsgrab von Seddin, seine Mythen und seine Bedeutung geschrieben und berichtet worden. In der Prignitz kennt fast jeder das Königsgrab oder hat schon von ihm gehört. Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg hütet seit seiner Gründung im Jahre 1905 viele archäologische Schätze der Landschaft, so auch aus dem Umfeld des berühmten bronzezeitlichen Grabhügels. Seit 1931 werden hier im Museum die vom Bildhauer Lenzer gefertigten Nachbildungen der 1899 aus der Grabkammer des Königsgrabes geborgenen Funde ausgestellt, während die Originale in das Märkische Museum Berlin kamen und dort nur zum Teil die Kriegsfolgen 1945 überstanden haben.

 

Das Perleberger Stadt- und Regionalmuseum hütet eine der landesweit größten und bedeutendsten Sammlungen vor- und frühgeschichtlicher Altertümer, die von der mittleren Steinzeit über die Bronzezeit bis in die Zeit der deutschen Besiedlung im 12. und 13. Jahrhundert reichen. Neben den Fundplätzen vom Seddiner „Königsgrab“ sind es vor allem die Ausgrabungen in Lenzersilge, Wolfshagen, Viesecke, Neu Premslin, Glövzin oder Stavenow die in den 1930er bis 1980er Jahren u. a. durch die Archäologen Waldtraut Bohm oder Horst Keiling erfolgten und herausragende archäologische Funde verschiedenster vor- und frühgeschichtlicher Epochen zu Tage gefördert haben, die heute im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg gehütet werden.

 

Am 3. Oktober geben die beiden ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger Jörg Hildebrandt (Preisträger des Brandenburgischen Denkmalpflegepreises) und Michael Meyer mit Führungen durch die archäologische Sammlung des Museums und praxisnahen Vorführungen, Erläuterungen und Mitmach-Aktionen einen Einblick nicht nur in die Sammlungsbestände, sondern auch in die spannende Arbeit der Archäologen. 

 

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung.

Foto zur Meldung: „Archäologie für Groß und Klein – ein Mitmach-Tag im Museum“
Foto: Stadt Perleberg | Albert Hoppe führt eine Schulklasse durch die Königsgrab-Ausstellung im Museum Perleberg

Stadt- und Regionalmuseum, BONA Stadtbibliothek und Stadtarchiv geschlossen

(21.09.2021)

Der Fachbereich 40 für Kultur, Sport und Tourismus der Stadt Perleberg wird am Mittwoch, 22.09.2021, aus betrieblichen Gründen nicht erreichbar sein.

 

Das Stadt- und Regionalmuseum, die BONA Stadtbibliothek und das Stadtarchiv bleiben geschlossen. Die Stadtinformation Perleberg ist für den Besucherverkehr geöffnet und telefonisch erreichbar.

Altstadtstolz und Stepenitzvergnügen am 11.09.2021

(08.09.2021)

Trotz seines jugendlichen Alters von gerade einmal vier Jahren ist es aus Perleberg schon nicht mehr wegzudenken: Das Rolandfest, dieses Jahr – mit leicht abgewandeltem Konzept – ausgerichtet als Rolandmarkt.

 

Auf dem Großen Markt erwartet die Besucher tatsächlich eine typische Marktatmosphäre: Perleberger Ortsteile, die ortsansässigen Vereine, die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz stellen sich vor. Am Rathaus sorgt Peer Reppert für musikalische Unterhaltung, nachmittags gibt’s dort Varieté, alles bei kühlen Getränken von »Martha’s Jamboree«.

 

Im Hagen, wo gegen Abend als Highlight die »Kokas« die Bühne erklimmen, werden tagsüber der Streichelzoo, ein Zauberkünstler sowie feuchtfröhliche Spiele der Wasserwacht Kinderherzen höherschlagen lassen. Der Vorlesefriseur Herr Beuerbach wird – gegen einige gelesene Zeilen – beim Nachwuchs für runderneuerte Köpfe sorgen! Mamis und Papis können sich am Kaffee-Mobil des Kulturkombinats mit Heißgetränken und Kuchen versorgen oder Herzhaftes bei »Knobi-Alfi« erwerben, auch die Vormark Kochkultur hält Leckeres bereit.

Sport wird im Hagen – Achtung, der einzige Zugang befindet sich am Wallgebäude – großgeschrieben: Hier zeigt sich der Sport- und Spielverein Einheit Perleberg e. V. Auf der Stepenitz erwartet die großen und kleinen Besucher der beliebte Bootskorso des Eisenbahner-Sportvereins. Das Entenrennen der City Initiative zwischen Hagenbrücke und Pferdeschwemme ist sicher wieder ein Garant für gute Laune, ebenso wie die Wasserski-Show per Kanu!

 

Im Judenhof kann nachmittags der Band »Colour the Sky« gelauscht werden, im Hof des Kulturkombinats, wo »Tamna Swetlost« Musik vom Balkan und aus Spanien zum Besten geben, gibt es Waffeln und Cocktails.

 

Im Hof des Stadt- und Regionalmuseums erwarten Handwerker und Kunsthandwerker mit ihren Ständen die Gäste.

 

Auf Perlebergs Schuhmarkt kommt am 11. September Kirmesstimmung auf, dafür sorgte ein Karussell. Entdeckt mit euren Freunden und Familien auch die zahlreichen anderen Attraktionen, die wir hier nicht erwähnt haben.

 

Viel Vergnügen, bis bald in unserer Innenstadt!


Text/Redaktion: Andrea van Bezouwen, Döring&Waesch

Text im Lotte Magazin, Ausgabe 3 2021

[Flyer zur Veranstaltung]

[weitere Programminformationen]

Foto zur Meldung: Altstadtstolz und Stepenitzvergnügen am 11.09.2021
Foto: Stadt Perleberg | Blick auf das Marktgeschehen zum vergangenen Rolandfest

Perleberger Stadt- und Regionalmuseum eingerüstet

(07.09.2021)

Der Museumskomplex Mönchort 7 - 11 wurde nach 1990 schon mehrfach baulich bearbeitet. Er besteht aus dem Haupthaus, einem Fachwerkbau aus der Zeit um 1800 mit einem Backstein-Anbau von 1856 zum Schulgang und 3 ehemaligen kleinen Hausparzellen am Mönchort 8 - 10, die in den 1970er Jahren dem Museum zugeschlagen wurden. Die letzte Außeninstandsetzung, bei der Dach und Fenster erneuert wurden, liegt bald 30 Jahre zurück und erfolgte 1992/93. Die letzte umfassende Innensanierung des Hauses erfolgte 2013/14.

 

Nun beginnen die Arbeiten zur Erneuerung und Überholung der Fassaden zum Mönchort und zum Schulgang. Am 27. August 2021 wurde die Fassade zum Mönchort bereits durch die Firma Rittergerüstbau GmbH Perleberg eingerüstet. Die Fassadenarbeiten werden durch regionale Betriebe ausgeführt, und zwar durch die Criton GmbH aus Bad Wilsnack und die Baufirma Andreas Ludwig aus Perleberg. Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 76.000,00 Euro.

 

Das traditionsreiche Stadt- und Regionalmuseum (1905 gegründet) befindet sich seit 1931 im Haus Mönchort 7. Zuvor war hier seit 1909 die Landwirtschaftliche Winterschule untergebracht, die 1930 in einen Neubau am Beyerteich umzog. Ursprünglich, ab 1803, beherbergte das Haus die Höhere Töchterschule, die dann in das 1906/07 neu erbaute Lyzeum An der Buhne umzog, wo von 1922 bis 1930 auch das Museum seine Heimstatt hatte.

 

Während der jetzt beginnenden Fassadenarbeiten bleibt das Stadt- und Regionalmuseum natürlich geöffnet und empfängt zu den normalen Öffnungszeiten seine Gäste.

Foto zur Meldung: Perleberger Stadt- und Regionalmuseum eingerüstet
Foto: Stadt Perleberg | Ansicht des eingerüsteten Museumskomplexes am Mönchort 7 – 11 in Perleberg

Vortrag „Seddin um 900 v. Chr. Wie findet man den Palast des Königs Hinz“

(02.09.2021)

Dr. Immo Heske, Kustos der Lehrsammlung für Ur- und Frühgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen berichtet über die aktuellen Grabungen am Königsgrab in Seddin.

 

Das Königsgrab von Seddin ist seit seiner Entdeckung im Jahre 1899 die archäologische Sensation aus der Bronzezeit im norddeutschen Raum. Viel ist schon über das Königsgrab von Seddin, seine Mythen und seine Bedeutung, geschrieben und berichtet worden. In der Prignitz kennt fast jeder das Königsgrab oder hat schon von ihm gehört. Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg hütet seit seiner Gründung im Jahre 1905 viele archäologische Schätze der Region, so auch aus dem Umfeld des berühmten bronzezeitlichen Grabhügels. Seit 1930 werden im Museum die vom Bildhauer Lenzer gefertigten Nachbildungen der 1899 aus der Grabkammer des Königsgrabes geborgenen Funde ausgestellt, während die Originale noch 1899 ins Märkischen Museum Berlin kamen und dort nur zum Teil die Kriegsfolgen 1945 überstanden haben.

 

Seit vielen Jahren ist die weitere Erforschung der Geschichte des Königsgrabes Bestandteil intensiver archäologischer Untersuchungen, die vom Brandenburgischen Landesdenkmalamt und Archäologischen Landesmuseum Brandenburg sowie der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Prignitz fachlich betreut werden. Zum wiederholten Male ist auch in diesem Jahr wieder eine Gruppe von Archäologie-Studenten der Georg-August-Universität Göttingen am Königsgrab unter der Leitung von Dr. Immo Heske mit archäologischen Suchgrabungen beschäftigt, die weiteren Aufschluss über die siedlungs- und kulturgeschichtlichen Zusammenhänge in der Bronzezeit im Raum Seddin und speziell im Zusammenhang mit dem Grabhügel des „Königs Hinz“ liefern sollen.

 

Dr. Heske wird in seinem Vortrag am Donnerstag, 9. September um 18 Uhr die jüngsten Funde und neuesten Erkenntnisse, die sich aus der diesjährigen Grabung ergeben haben, vorstellen. Er ist am Seminar für Ur- und Frühgeschichte der Georg-August-Universität Göttingen tätig und dort Kustos der Lehrsammlung mit den Aufgabenbereichen Lehre, Forschungsaufgaben, wissenschaftliche Betreuung der Bibliothek sowie redaktionelle Betreuung der vom Seminar herausgegebenen Schriften. Er betreut seit mehreren Jahren die Ausgrabungen in Seddin.

 

Wir freuen uns, Sie auf unserem Museumshof zu begrüßen. Der Eintritt kostet 5 Euro für Erwachsene, ermäßigt 3 Euro. Bitte melden Sie sich für eine bessere Planung vorher unter der Telefonnummer (03876) 781 422 bzw. -421 oder per E-Mail unter an.

[Plakat zur Veranstaltung]

[Internetseite LK Prignitz über das Königsgrab Seddin]

Foto zur Meldung: Vortrag „Seddin um 900 v. Chr. Wie findet man den Palast des Königs Hinz“
Foto: Kay Richter, Landkreis Prignitz | Grabungsfeld am Königsgrab Seddin, August 2021

Herzlich Willkommen zu unseren Perleberger Stadtführungen

(25.08.2021)

Am Samstag, 4. September 2021, findet um 11.00 Uhr die letzte offene Stadtführung in diesem Jahr statt. Der Treffpunkt befindet sich am Roland auf dem Großen Markt. Es kann jeder teilnehmen, auch ohne Anmeldung ist eine Teilnahme möglich. Unsere Stadtführerin gewährt Ihnen einen exklusiven Einblick in die Historie der Stadt Perleberg und deren Sehenswürdigkeiten. Darüber hinaus erkunden Sie mit Sicherheit die ein oder andere schöne Ecke, die sonst eher versteckt liegt.

 

Also verpassen Sie die letzte Chance nicht und nehmen Sie an der erlebnisreichen Führung teil. Die Teilnehmerkosten belaufen sich auf 3 Euro pro Person, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen 1 Euro. Die Gebühr ist zuvor in der Stadtinformation Perleberg, Großer Markt 12, zu entrichten.

 

Wer an diesem Termin verhindert ist, darf nicht traurig sein: zum Rolandmarkt am Samstag, 11. September 2021, bieten wir eine kostenfreie Hanseführung an. Am Nachmittag um 13 Uhr gibt es entlang der Stepenitz und in der Altstadt allerhand zum Thema „Hanse“ zu erfahren. Frau Regina Dobberzin alias Christa Bracklow, aus der Familie des damaligen Bürgermeisters, entführt Sie in diese Zeit und nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Hansestadt Perleberg. Treffpunkt ist der Perleberger Roland. Wir bitten für die bessere Planung, um vorherige Anmeldung in der Stadtinformation unter der Telefonnummer (03876) 781 522.

 

Zudem findet am Sonntag, 12. September 2021, den Tag des Offenen Denkmals, eine weitere kostenfreie Führung um 11 Uhr statt. Frau Irmela Czubatynski erläutert bei einem interessanten Rundgang durch die Altstadt die in den letzten Zehn Jahren ausgezeichneten Denkmäler des Monats. Treffpunkt ist am Stadt- und Regionalmuseum, Mönchort 7-11.

„Denkmal des Monats“ ist eine Aktion der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen im Land Brandenburg, an der die Stadt Perleberg seit 2001 teilnimmt. Hierbei wird in jedem Monat ein ausgewähltes städtebauliches Denkmal der Mitgliedsstädte für eine gelungene Restaurierung bzw. Sanierung ausgezeichnet. Im jeweiligen Folgejahr erscheinen die prämierten Objekte dann in einem qualitätsvollen Kalender und werden dort in Wort und Bild genauer vorgestellt. In Perleberg wurden bisher Zehn Denkmale des Monats zwischen 2001 und 2021 prämiert. Die Bandbreite der betreffenden Baudenkmäler spiegelt die gesamte Stadtgeschichte und die Perleberger Baugeschichte in ihren zeitgeschichtlichen Facetten wider. Neben der gotischen St. Jakobi Kirche des 13. Jahrhunderts sind auch das Rathaus (15. und 19. Jh.), das Gymnasium und das Wallgebäude, dem mittelalterlichen Gästehaus der Stadt, vertreten. Mit einer Führung zu allen 10 Standorten der „Denkmale des Monats“, die im gesamten Altstadtgebiet verteilt stehen und die zu Bauten ganz unterschiedlicher architektonischer Prägung und verschiedenster Nutzungsgeschichte führt, tauchen die Gäste tief in die Stadtgeschichte Perlebergs ein. Die Führung bietet nicht nur Einblicke in die Baugeschichte der jeweiligen Denkmale, sondern will auch einige der dort einst wirkenden Familien vorstellen.

 

Wir bitten auch hier für eine bessere Planung, um vorherige Anmeldung im Stadt- und Regionalmuseum unter der Telefonnummer (03876) 781 422.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Foto zur Meldung: Herzlich Willkommen zu unseren Perleberger Stadtführungen
Foto: Stadt Perleberg | Hanseführung mit der Figur Regina Dobberzin entlang der ehemaligen Wasserstraßen

Stadtgeschichtliche Führung: „Die Perleberger Stadtmauer und die mittelalterliche Stadtbefestigung“

(24.08.2021)

Stadtgeschichtliche Führung mit Kay Richter (Perleberg/Prignitz) am Montag, 30. August 2021 um 17 Uhr im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

 

Die Perleberger Stadtmauer, das größte Bauwerk Perlebergs, ist seit der Gründung der Stadt bis in die Mitte des 18. Jahrhundert von den Bürgern der Stadt gehegt und gepflegt worden. Auch der brandenburgische Kurfürst hat hin und wieder zu ihrem Erhalt und ihrer Wehrtüchtigkeit finanziell beigetragen. Die drei mächtigen Stadttore - das Parchimer, das Dobberziner und das Wittenberger Tor - prägten zusammen mit der Mauer und ihren 32 Wiekhäusern über Jahrhunderte die Silhouette der alten Hanse- und Rolandstadt. Als im beginnenden 18. Jahrhundert die Mauer als Schutz- und Verteidigungsanlage nicht mehr benötigt und zudem durch ein Hochwasser 1709 stark beschädigt wurde, begann ihr schrittweiser Rückbau. Der Abbruch der Stadttore folgte zwischen 1827 und 1843. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts erkannte die Bürgerschaft den historischen Wert der mittelalterlichen Stadtmauer wieder und stellte alle Abbrucharbeiten ein. Ihre Reste wurden konserviert und gehören heute zu den kleinen malerischen Attraktionen der Stadt.

 

Auf dem geführten Rundgang entlang der alten Stadtmauer Perlebergs mit dem Kreisarchäologen Kay Richter werden leicht erkennbare Abschnitte und versteckte Abschnitte, aber dennoch erhaltene, aufgesucht. Auch die Mauer selbst hat viel zu berichten. Treffpunkt für diese besondere Stadtführung ist das Stadt- und Regionalmuseum in Perleberg.

 

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung.

 

Teilnahmebeitrag: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro

Treffpunkt: Stadt- und Regionalmuseum Perleberg, Mönchort 7-11 - 19348 Perleberg

Anmeldungen bitte per Telefon oder Mail:

Tel.: (03876) 781 422 bzw. -421 oder E-Mail:

Foto zur Meldung: Stadtgeschichtliche Führung: „Die Perleberger Stadtmauer und die mittelalterliche Stadtbefestigung“
Foto: Stadt Perleberg | Ansicht der Stadt Perleberg nach einem Kupferstich von Caspar Merian, 1650

Lichtbildvortrag „Die ältesten Fachwerkkirchen der Prignitz“ mit Gordon Thalmann

(22.08.2021)

Montag, 23. August 2021 um 19:00 Uhr im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

 

Die Mark Brandenburg besitzt unzählige Kirchen, die in den vergangenen Jahrhunderten in Fachwerk, Feld- oder Backstein errichtet wurden. Gerade die Fachwerkkirchen führten wegen ihrer vermeintlich schlichten und anspruchslosen Bauweise bisher in der bau- und kunstgeschichtlichen Forschung – mitunter auch als „Notkirchen“ – ein Schattendasein und oft viel zu wenig Beachtung. Nur in Fachkreisen ist bekannt, dass sich in der Prignitz und den unmittelbaren Nachbarregionen die ältesten Vertreter dieser Gattung im ostelbischen Raum erhalten haben.

 

In seinem Vortrag stellt Gordon Thalmann, Mitglied der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg, erstmalig die bedeutendsten Fachwerkkirchen der Prignitz und der näheren Umgebung vor. Dabei soll es um ihre Bau- und Entwicklungs-, gleichwohl aber auch um ihre Ausstattungsgeschichte gehen. Es werden dabei bilderreiche Einblicke gewährt und Zusammenhänge erläutert, die dem Kirchenbesucher gewöhnlich verwehrt bleiben.

 

Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro und wir bitten um vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer (03876) 781 422 bzw. -421 oder per E- Mail unter .

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Foto zur Meldung: Lichtbildvortrag „Die ältesten Fachwerkkirchen der Prignitz“ mit Gordon Thalmann
Foto: Foto: Gordon Thalmann | Guhlsdorf: Ostgiebel der Fachwerkkirche von 1592

Kuratoren-Führung mit Dr. Sascha Bütow

(15.07.2021)

Sonderausstellung: „Stadt hat Recht. Das Magdeburger Recht in Brandenburgs Städten“

Seit dem 16. Mai 2021 zeigt das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg eine kleine, aber feine und interessante neue Wanderausstellung „Stadt hat Recht. Das Magdeburger Recht in Brandenburgs Städten“ der Arbeitsgemeinschaft Städte mit Historischem Stadtkern im Land Brandenburg, die durch interessante Leihgaben aus Tangermünde und Stendal und Exponaten des Perleberger Museums bereichert wurde. 

 

Sämtliche Prignitzer Immediatstädte „erhielten“ ihr Stadtrecht im 13. Jahrhundert aus der Altmark. Salzwedeler Recht wurde 1239 auf Perleberg übertragen. Vor 782 Jahren bezeugen das Schustergilde-Privileg vom 27. März 1239 und die 7 Monate jüngere Salzwedeler Rechtsauskunft nach Perleberg das Bestehen Perlebergs als Stadt im Rechtssinn. Die Salzwedeler Rechtsauskunft ist das älteste Zeugnis für die Existenz des Salzwedeler Rechts, dass seinen Ursprung im Magdeburger Recht hat.

 

Das Magdeburger Recht breitete sich seit dem Mittelalter in über 1.000 Städte aus und erfasste dabei auch das Gebiet der gesamten Mark Brandenburg. Von der Prignitz bis in die Niederlausitz und Neumark regelte es das bürgerliche Zusammenleben, schuf Grundlagen ratsherrlicher Macht und wurde dabei immer wieder an örtliche Bedürfnisse angepasst. Die Wanderausstellung „Stadt hat Recht. Das Magdeburger Recht in Brandenburgs Städten“ geht dieser Entwicklung nach. Sie zeigt auf, welche Spuren das Magdeburger Recht bis heute in Brandenburg und darüber hinaus hinterlassen hat. Entdecken Sie die historischen Stadtkerne Brandenburgs aus einem neuen Blickwinkel.

 

Am 18. Juli 2021 um 14:00 Uhr führt einer der Kuratoren der Ausstellung, Dr. Sascha Bütow, im Stadt- und Regionalmuseum durch die Ausstellung „Stadt hat Recht“. Dr. Sascha Bütow (Jg. 1983) hat die Fächer Geschichtswissenschaft, Germanistik und Philosophie studiert und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Mittelalterausstellungen Magdeburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte, im mittelalterlichen Verkehrswesen, der Binnenschifffahrt und Infrastrukturgeschichte sowie der Stadtgeschichte des Mittelalters. Außerdem ist er Mitglied der Brandenburgischen Historischen Kommission und war 2019 maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung der Großausstellung „Faszination Stadt. Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht“ im Kulturhistorischen Museum in Magdeburg beteiligt.

[Plakat zur Ausstellung]

[Flyer zur Ausstellung]

Foto zur Meldung: Kuratoren-Führung mit Dr. Sascha Bütow
Foto: Foto: Charlen Christoph, Kulturhistorisches Museum Magdeburg | 2. Dr. Sascha Bütow führt 2019 durch die Ausstellung „Faszination Stadt. Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht“ im Kulturhistorischen Museum Magdeburg

Vortrag „Stadtluft macht frei! Das Salzwedeler Recht für Perleberg“

(01.07.2021)

Frank Riedel referiert am Montag, 5. Juli 2021 um 19:00 Uhr im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Seit dem Internationalen Museumstag am 16. Mai 2021 zeigt das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg eine kleine, aber feine und interessante neue Wanderausstellung „Stadt hat Recht. Das Magdeburger Recht in Brandenburgs Städten“ der Arbeitsgemeinschaft Städte mit Historischem Stadtkern im Land Brandenburg, die durch interessante Leihgaben aus Tangermünde und Stendal und Exponaten des Perleberger Museums bereichert wurde. 

 

Sämtliche Prignitzer Immediatstädte „erhielten“ ihr Stadtrecht im 13. Jahrhundert aus der Altmark. Salzwedeler Recht wurde 1239 auf Perleberg übertragen. Vor 782 Jahren bezeugen das Schustergilde-Privileg vom 27. März 1239 und die 7 Monate jüngere Salzwedeler Rechtsauskunft nach Perleberg das Bestehen Perlebergs als Stadt im Rechtssinn. Die Urkunden lassen bereits eine voll entwickelte Fernhandelsstadt vermuten, was durch archäologische Funde bestätigt wird. Die Salzwedeler Rechtsauskunft ist das älteste Zeugnis für die Existenz des Salzwedeler Rechts.

 

Mit der Stadtrechtsurkunde für Perleberg vom 29. Oktober 1239 erteilte die Stadt Salzwedel auf Bitten der Perleberger Bürgerschaft und ihres Stadtherren, des Edlen Johann Gans, eine Rechtsauskunft, da deren Salzwedeler Stadtrecht auch in Perleberg galt. Diese Urkunde ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: 1. Sie bezeugt mit dem 7 Monate älteren Privileg des Edlen Johann Gans für die Perleberger Schusterzunft die Existenz Perlebergs als Stadt im Rechtssinn. 2. Sie ist das älteste Zeugnis für die Existenz des Salzwedeler Rechts. 3. Sie charakterisiert Perleberg als das älteste Mitglied der Salzwedeler Stadtrechtsfamilie und 4. In ihr wird erstmals der Rat der Stadt Salzwedel als Institution genannt.

 

Die urkundliche Ersterwähnung der Stadt Perleberg vor 782 Jahren geht dagegen auf ein Privileg des Stadtherrn Johann Gans für die Schustergilde in Perleberg vom 27. März 1239 zurück. Diese Urkunde ist in einer Abschrift aus dem Jahre 1332 überliefert und wird im Stadtarchiv Perleberg verwahrt. In dieser Urkunde gestattet der Stadtherr von Perleberg, der Edle Johann Gans, den Perleberger Schuhmachern und ihren Nachkommen sich in einer Innung zu organisieren. Diese abschriftlich überlieferte Urkunde ist für die brandenburgische Landesgeschichte von herausragender Bedeutung. Sie markiert mit dem Jahr 1239 nicht nur das älteste Schusterprivileg, sondern das älteste Innungsprivileg auf dem Territorium des heutigen Landes Brandenburg überhaupt.

 

Frank Riedel, langjähriger Kustos des Brandenburg-Preußen-Museums in Wustrau sowie Leiter des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg und heute Fachbereichsleiter Kultur, Sport und Tourismus der Rolandstadt Perleberg beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit der altmärkischen Geschichte und beleuchtet in seinem spannenden Vortrag ausführlich die Bedeutung der altmärkischen Stadtrechtsverleihungen an die Prignitz und Perleberg im Zusammenhang mit dem Landesausbau in der Mark Brandenburg, zu der die Altmark bis 1807 gehörte.

 

Am 18. Juli 2021 um 14:00 Uhr wird die Reihe der Veranstaltungen zur Sonderausstellung dann mit einer Kuratorenführung durch die Sonderausstellung „Stadt hat Recht“ mit Dr. Sascha Bütow fortgesetzt.

Foto zur Meldung: Vortrag „Stadtluft macht frei! Das Salzwedeler Recht für Perleberg“
Foto: Stadt Perleberg | Blick in die Sonderausstellung „Stadt hat Recht“ im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Ausstellungseröffnung im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

(22.06.2021)

Nachdem die offizielle Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Stadt hat Recht. Das Magdeburger Recht in Brandenburgs Städten“ im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg am Internationalen Museumstag (16. Mai 2021) wegen der aktuellen Bestimmungen zur Corona-Lage verschoben werden musste, wurde dieser Termin nun am Sonntag, 20. Juni 2012, in angemessener Weise nachgeholt.

 

Im malerischen Museumshof kamen bei bestem Sommerwetter die Akteure sowie ein interessiertes Publikum zur offiziellen Einweihung der Wanderausstellung „Stadt hat Recht.“ zusammen. Die als Wanderausstellung konzipierte Exposition wurde von der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen im Land Brandenburg (AG Historische Stadtkerne) erarbeitet und durch das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg um interessante Exponate aus den eigenen Beständen, des Stadtarchivs sowie mit Leihgebern aus Tangermünde und Stendal ergänzt.

 

Museumsleiterin Anja Pöpplau konnte neben Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura, die in ihren Grußworten auf die Arbeit der AG Historische Stadtkerne und die Aufgaben der städtischen Selbstverwaltung einging, als Redner und Überbringer von Grußworten den Fachbereichsleiter für Kultur, Sport und Tourismus, Frank Riedel, den Baubeigeordneten der Landeshauptstadt Potsdam und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft, Bernd Rubelt, und Dr. Sascha Bütow, dem Kurator der Wanderausstellung begrüßen. Dr. Bütow gab nach der Begrüßung durch Museumsleiterin Pöpplau und den verschiedenen Grußworten einen einleitenden Kurzvortrag zum Thema der Ausstellung und führte die Gäste danach durch die Wanderausstellung, die noch bis zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2021 in Perleberg gezeigt wird.


Sämtliche Prignitzer Immediatstädte „erhielten“ ihr Stadtrecht im 13. Jahrhundert aus der Altmark. Dabei fußt das altmärkische Stadtrecht im Wesentlichen auf dem Magdeburger Recht, dessen Stadtrechtsfamilie bis ins Baltikum und in die Ukraine hinein wirksam wurde. Für Perleberg und Lenzen kam konkret das Salzwedeler Recht zur Anwendung. Es wurde 1239 auf Perleberg und vermutlich bereits 1237 auf Lenzen übertragen. Wusterhausen a. d. Dosse (um 1232), Kyritz (1237), Wittstock (1248) und auch Neuruppin (1256) wurden mit Stendaler Recht bewidmet. 1256 „erhielt“ Pritzwalk das Recht des altmärkischen Seehausen. Im Alltag und im Geschichtsbewußtsein der Prignitzer von heute sind diese Stadtrechtsverleihungen des Mittelalters und das vielfältige damalige Beziehungsgeflecht der Städte untereinander oft unbekannt. Perleberg hat daher 2019 die Initiative ergriffen und eine Straße innerhalb der Stadt Salzwedeler Straße benannt und würdigt damit den Ursprung seiner eigenen Rechtsverfassung.

[Weitere Veranstaltungen zur Sonderausstellung]

Foto zur Meldung: Ausstellungseröffnung im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg
Foto: Stadt Perleberg | Ausstellungseröffnung: Rundgang mit Dr. Sascha Bütow durch die Ausstellung "Stadt hat Recht" am 20.06.21

Jubiläumsveranstaltung „90 Jahre Museum im Mönchort“

(18.06.2021)

Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung „90 Jahre Museum im Mönchort“ kooperiert das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg auch mit dem Verein „Sükower Landleben e. V.“ Der Verein wurde 2015 in Vorbereitung der für 2017 anstehenden 700-Jahr-Feier von engagierten Sükower Einwohnern gegründet und hat heute 51 Mitglieder. Der Verein widmet sich satzungsgemäß der Kulturpflege, der Ortsbildpflege und der Dorfgeschichte. Sükow wurde urkundlich 1317 zuerst erwähnt und war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein reines Bauerndorf. 1994 wurde Sükow ein Ortsteil der Stadt Perleberg.

 

Für das leibliche Wohl während der Jubiläumsveranstaltung im Perleberger Stadt- und Regionalmuseum sorgen am 26. Juni die Mitglieder des Vereins „Sükower Landleben e. V.“, die mit selbst gebackenem Kuchen und mit Kaffee aufwarten und für die Teilnehmer der Museumsveranstaltung da sein werden.

 

Veranstaltungsort:

Museumshof, Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Mönchort 7-11, 19348 Perleberg

 

Eintritt:

5,00 € / ermäßigt 3,00 €

 

Anmeldung:

Anmeldung bis zum 23. Juni 2021

Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Tel.: 03876/781422

E-Mail:

 

Wichtige Hinweise:

Die Veranstaltung wird unter den aktuellen Abstands- und Hygieneverordnungen durchgeführt. Bitte beachten Sie, dass es zu Terminänderungen oder -absagen kommen kann. 


Weitere Programminformationen

 

13 Uhr | Anja Pöpplau / Torsten Foelsch (Stadt- und Regionalmuseum Perleberg)

„Eine Sammlung wächst! 90 Jahre Museum im Mönchort“

 

14 Uhr | Dr. Christian Hirte (Museumsverband des Landes Brandenburg, Projekt „Verlustsache: Märkische Sammlungen")

„Retten, was zu retten ist. Der Zweite Weltkrieg, das Schicksal der brandenburgischen Museen und die Sammlung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg."

 

15 bis 16 Uhr | Kaffeepause

 

16 Uhr | Dr. Peter Knüvener (Direktor der Städtischen Museen Zittau)/Gordon Thalmann (Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.)

„Sakrale Kunstschätze des Perleberger Museums und der Region“

 

17 Uhr | Dr. Verena Wasmuth (Projekt „Brandenburgisches Glas. Produktionsvielfalt vom 16. bis zum 18. Jahrhundert“)

„Die Glassammlung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg“

Foto zur Meldung: Jubiläumsveranstaltung „90 Jahre Museum im Mönchort“
Foto: Sükower Landleben e. V. | Gruppenbild der Sükower an der Litfaßsäule zum Jubiläum 30 Jahre dt. Einheit im Jahr 2020

Vortrag: „Retten, was zu retten ist [...]"

(15.06.2021)

Vortrag: „Retten, was zu retten ist. Der Zweite Weltkrieg, das Schicksal der brandenburgischen Museen und die Sammlung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg."

 

Anlässlich der Tagungsveranstaltung „90 Jahre Museum im Mönchort“ referiert Dr. Christian Hirte (Museumsverband des Landes Brandenburg, Projekt „Verlustsache: Märkische Sammlungen") am Samstag, den 26. Juni 2021 um 14 Uhr im Museum.

 

In der brandenburgischen Museumslandschaft hat der Krieg im Frühjahr 1945 bis heute tiefe Spuren hinterlassen. Viele Gebäude fielen in Trümmer, Sammlungen verbrannten oder wurden geplündert. Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg kam da noch mit einem blauen Auge davon. 75 Jahre nach Kriegsende versucht das Forschungsprojekt „Verlustsache: Märkische Sammlungen" des Museumsverbandes die dramatischen Ereignisse und ihre Folgen zu rekonstruieren.  

 

Nach Stationen als Leiter verschiedener Museen ist Dr. Christian Hirte als freiberuflicher Kulturwissenschaftler und Museumsberater in Berlin tätig. Zum Tätigkeitsspektrum zählen Museums- und Ausstellungskonzepte, Sammlungsbewertungen und Provenienzforschung. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Brandenburgischen Museumsverbandes im Projekt „Verlustsache: Märkische Sammlungen“.

 

Veranstaltungsort:

Museumshof, Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Mönchort 7-11, 19348 Perleberg

 

Eintritt:

5,00 € / ermäßigt 3,00 €

 

Anmeldung:

Anmeldung bis zum 23. Juni 2021

Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Tel.: 03876/781422

E-Mail:

 

Wichtige Hinweise:

Die Veranstaltung wird unter den aktuellen Abstands- und Hygieneverordnungen durchgeführt. Bitte beachten Sie, dass es zu Terminänderungen oder -absagen kommen kann. 


Weitere Programminformationen

 

13 Uhr | Anja Pöpplau/Torsten Foelsch (Stadt- und Regionalmuseum Perleberg)

„Eine Sammlung wächst! 90 Jahre Museum im Mönchort“

 

14 Uhr | Dr. Christian Hirte (Museumsverband des Landes Brandenburg, Projekt „Verlustsache: Märkische Sammlungen")

„Retten, was zu retten ist. Der Zweite Weltkrieg, das Schicksal der brandenburgischen Museen und die Sammlung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg."

 

15 bis 16 Uhr | Kaffeepause

 

16 Uhr | Dr. Peter Knüvener (Direktor der Städtischen Museen Zittau)/Gordon Thalmann (Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.)

„Sakrale Kunstschätze des Perleberger Museums und der Region“

 

17 Uhr | Dr. Verena Wasmuth (Projekt „Brandenburgisches Glas. Produktionsvielfalt vom 16. bis zum 18. Jahrhundert“)

„Die Glassammlung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg“

Foto zur Meldung: Vortrag: „Retten, was zu retten ist [...]"
Foto: privat | Profil von Herrn Dr. Christian Hirte

Schaufenster-Ausstellung von Roberto Bölter aus Perleberg im Leerstand

(14.06.2021)

Im leerstehenden Geschäftsraum der Bäckerstraße 29 fand am Sonntag, den 13.06.2021 um 10 Uhr die Ausstellungseröffnung der Schaufensterausstellung „Als Petroleum ab dem 19. Jahrhundert die ganze Welt veränderte“ statt. Die Ausstellung zeigt Objekte des Sammlers Roberto Bölter in Kooperation mit Jens Knauer, Leerstandsmanagement TGZ Prignitz GmbH, und dem Stadt- und Regionalmuseum Perleberg.

 

Hintergrundinformationen zur Ausstellung

Die künstliche Beleuchtung erfolgte im Gegensatz zur Tages-Beleuchtung vor der Nutzbarmachung des elektrischen Stroms noch aufgrund der Erzeugung einer Lichtquelle durch Verbrennen von Ölen, Fetten, Petroleum, Gas u. a. m. Auf dieser Basis wurden im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert Straßen, Plätze, Wohnhäuser, Theater usw. beleuchtet. Die älteste Beleuchtung ist die mittels Öllampen, die schon die Antike kannte. In ihrer ursprünglichen Form waren es offene oder geschlossene Gefäße aus Ton, Glas oder Bronze, bei denen ein in einer Tülle liegender Docht das zum Brennen erforderliche Öl aus dem Ölbehälter ansaugt. Spätere Verbesserungen der Öllampen erzielte man durch Anbringung von Vorrichtungen zur Regulierung der Dochthöhe und somit der Helligkeit der Flamme. Aus den verbesserten Öllampen entwickelten sich die Mineralöl-, Petroleumlampen, mit Flach-, Rund- oder Kugelbrenner, bei denen zur Erzielung größerer Leuchtkraft für bessere und geregelte Luftzufuhr gesorgt wurde. Weitere Verbesserung der Petroleumlampen brachte die Einführung des Petroleumglühlichts. Außer zur Beleuchtung wurden um 1900/1910 Petroleumbrenner und –lampen bei Petroleumkochern und Petroleumöfen benutzt.  


Objekte in der Ausstellung:

 

Petroleumkannen (Deutschland 1890 bis 1930)

In diesen Kannen wurde das Petroleum beim Kolonialwarenhändler, z. B. in Perleberg bei Johannes Dittmer in der Wittenberger Straße 2 gekauft, abgefüllt und im eigenen Haushalt aufbewahrt.

Material: Eisenblech, farbig lackiert oder emailliert, Verschlüsse aus Messing und die Tragegriffe aus Holz und Draht

 

Verschiedene Petroleumlampen

Die Lampen kauften die Prignitzer in den Geschäften der umliegenden Städte, so in Perleberg z. B. beim Klempnermeister Rudolf Wiese Am Hohen Ende 26 oder bei Karl Krüger in der Pritzwalker Straße 100. Ausgestellt sind hier:

Ein Ausleger mit Brenner und vernickeltem Reflektor überragt die vordere Klavierlampe und beleuchtet die Tastatur des Klaviers.

 

Küchenlampe (Deutschland 1900 bis 1930)

Diese Art Lampen waren in fast jedem Haushalt vorhanden. Sie gab es in verschiedenen Größen, Formen und Materialien. Ihre Dekors waren außerordentlich vielfältig und die zugehörigen Reflektoren gab es in allen möglichen Sorten.

 

Lampenputzbeutel mit gestickter Schrift (Deutschland um 1900)

Diese Utensilien hingen in der Küche an der Wand. Das ausgestellte Exemplar enthält – wie früher üblich – Ersatzzylinder, Zylindertuch, Zylinderputzer, Schere und Lampendocht.

 

Petroleumkocher (Deutschland, 1. H. des 20. Jh.)

Hergestellt wurden diese Geräte in verschiedenen Größen. Die älteren sind mit zwei bis drei breiten, parallelliegenden Dochten versehen, deren Flamme den dicht darüberstehenden Topf erhitzt. Die neueren beruhen auf dem Prinzip der Vergasung. Das in einem doppelwandigen Blechgefäß befindliche Petroleum wird zunächst entzündet, die sich hierbei entwickelnde Wärme bringt das zwischen den Doppelwänden vorhandene Petroleum zur Vergasung. Die Gase treten aus feinen Öffnungen am oberen Rande des Brenners heraus und entzünden sich an der offenen Flamme.

Material: Eisenguss oder Emaille, ausgerüstet mit einem oder mehreren Flachdochtbrennern

 

Petroleumöfen oder Heizofen (Deutschland um 1900 bis 1930)

Sie wurden zum Heizen und Kochen in allen Räumen benutzt und waren ab den 20er Jahren des 20. Jh. besonders beliebt beim Zelten.

Material: Emaille, vernickelt oder teilweise aus Kupfer und Messing

Foto zur Meldung: Schaufenster-Ausstellung von Roberto Bölter aus Perleberg im Leerstand
Foto: Stadt Perleberg | Blick in die Schaufensterausstellung

Vortrag: „Die Glassammlung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg“

(10.06.2021)

Anlässlich der Tagungsveranstaltung „90 Jahre Museum im Mönchort“ referiert Dr. Verena Wasmuth (Projekt „Brandenburgisches Glas. Produktionsvielfalt vom 16. bis zum 18. Jahrhundert“) am Samstag, den 26. Juni 2021 um 17 Uhr im Museum.

 

Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg kooperiert in diesem Jahr mit dem Themenportal „Brandenburgisches Glas. Produktionsvielfalt vom 16. bis 18. Jahrhundert“ auf www.museum-digital.de. Der Vortrag gibt einen vertieften Einblick in dieses Langzeitprojekt. Im Fokus stehen ausgewählte Glasobjekte aus der Museumssammlung, die aus ganz unterschiedlichen Gründen eine intensive Betrachtung verdienen.

 

Dr. Verena Wasmuth ist Kunsthistorikerin mit dem Fachgebiet europäisches Glas des 15. bis 21. Jahrhunderts. Seit rund 23 Jahren arbeitet sie von Berlin aus als freie Kuratorin für Stiftungen, Museen und Sammler. Sie ist öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige und zudem Kustodin für Leuchter und Beleuchtungskörper bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

 

Veranstaltungsort:

Museumshof, Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Mönchort 7-11, 19348 Perleberg

 

Eintritt:

5,00 € / ermäßigt 3,00 €

 

Anmeldung:

Anmeldung bis zum 23. Juni 2021

Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Tel.: 03876/781422

E-Mail:

 

Wichtige Hinweise:

Geben Sie bitte bei der Anmeldung an, ob Sie vor Veranstaltungsbeginn die Durchführung eines Schnelltests benötigen.

Ab 12 Uhr steht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung eine Schnelltest-Station vor dem Museum bereit. Weitere Bürgerinnen und Bürger haben ab um 13 Uhr die Möglichkeit, einen Schnelltest wahrzunehmen. 

Die Veranstaltung wird unter den aktuellen Abstands- und Hygieneverordnungen durchgeführt.

Bitte beachten Sie, dass es zu Terminänderungen oder -absagen kommen kann. 


Weitere Programminformationen

 

13 Uhr | Anja Pöpplau/Torsten Foelsch (Stadt- und Regionalmuseum Perleberg)

„Eine Sammlung wächst! 90 Jahre Museum im Mönchort“

 

14 Uhr | Dr. Christian Hirte (Museumsverband des Landes Brandenburg, Projekt „Verlustsache: Märkische Sammlungen")

„Retten, was zu retten ist. Der Zweite Weltkrieg, das Schicksal der brandenburgischen Museen und die Sammlung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg."

 

15 bis 16 Uhr | Kaffeepause

 

16 Uhr | Dr. Peter Knüvener (Direktor der Städtischen Museen Zittau)/Gordon Thalmann (Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.)

„Sakrale Kunstschätze des Perleberger Museums und der Region“

 

17 Uhr | Dr. Verena Wasmuth (Projekt „Brandenburgisches Glas. Produktionsvielfalt vom 16. bis zum 18. Jahrhundert“)

„Die Glassammlung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg“

[Einladung zur Tagung]

Foto zur Meldung: Vortrag: „Die Glassammlung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg“
Foto: Foto: Alexandra Sell | Portrait von Dr. Verena Wasmuth

Wertvolle Inventarbände für die Nachwelt erhalten

(29.05.2021)

Stadt- und Regionalmuseum Perleberg investiert in die Restaurierung und Erhaltung seiner Bestände

 

Die Bestände des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg sind ein außerordentlich wertvoller Schatz und Teil des „Gedächtnisses“ von Stadt und Kreis. Der Gründer des Museums, Wilhelm Ratig (1852-1929), führte seit 1905 minutiös Eingangsbücher, die bis heute benutzt und inzwischen nicht nur handschriftlich, sondern auch digital fortgeführt werden. Die Inventare enthalten diverse wertvolle Angaben zu den einzelnen eingelieferten Gegenständen, ihre Herkunft, die Umstände ihrer Entstehung, ihr Material etc. Die für die Belange des Museums gegründete Altertumsdeputation gab 1909 und 1912 zwei erste bei Franz Grunick in Perleberg gedruckte Inventar-Kataloge heraus, die insgesamt 747 Gegenstände dokumentieren. Seit Dezember 1912 wurden diese Inventarbücher handschriftlich fortgeführt und umfassen inzwischen 11 Bände. Sie gehören zum täglichen Arbeitsmittel im Museum und widerspiegeln die wechselvolle Geschichte seiner Bestände. Die vier ältesten Bände, die von 1905 bis 1936 laufen und 4795 Nummern umfassen, waren durch den vielfachen Gebrauch inzwischen stark in Anspruch genommen, so dass eine Restaurierung dringend notwendig wurde.

 

Mit der Salzwedlerin Sylvia Juhl, die seit Jahren mit dem Stadtarchiv Perleberg zusammenarbeitet, konnte der Museumsmitarbeiter Torsten Foelsch eine sehr versierte und einfühlsame Buchbinderin gewinnen, die die Aufgabe übernahm, die Inventarbände zu restaurieren und neu einzubinden. Diese handwerklichen Arbeiten wurden im Mai 2021 in Auftrag gegeben und sind inzwischen mit der Übergabe der neu eingebundenen Inventare abgeschlossen.

 

Die sorgsame Aufarbeitung und Pflege der Sammlungsbestände des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg, dass das zweitälteste Museum der Prignitz ist, gehört zu den wichtigen Kulturaufgaben jeder Generation. Es geht dabei um die dauerhafte Erhaltung und öffentliche Präsentation kultur-, kunst- und regionalgeschichtlich wertvoller Bestände im Rahmen eines verantwortungsvollen Kulturgutschutzes für die nachfolgenden Generationen. Dieser hohen Verantwortung stellt sich die Stadt Perleberg im Rahmen ihrer Möglichkeiten und wird dabei u. a. auch seit Jahren aktiv durch die Fielmann-Stiftung unterstützt, die wichtige Restaurierungsvorhaben oder Kunstankäufe des Museums fördert.

 

Wer das Stadt- und Regionalmuseum bei seinen Tätigkeiten ehrenamtlich unterstützen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen. Am Samstag, den 26. Juni 2021 feiert das Haus mit einer Vortragsreihe „90 Jahre Museum im Mönchort“. Anmeldungen werden unter der Tel. (03876( 781 422 oder per E-Mail entgegengenommen. Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der Corona-Pandemie zu Terminänderungen oder -absagen kommen kann.

Foto zur Meldung: Wertvolle Inventarbände für die Nachwelt erhalten
Foto: Stadt Perleberg | v.l.n.r.: Buchbinderin Sylvia Juhl und Museumsleiterin Anja Pöpplau mit den restaurierten Bänden

Online-Vortrag: „Rufer an der Wand“ mit Torsten Foelsch

(26.05.2021)

Perleberg hat einen „Rufer“, oder wie manche auch sagen, einen „Lauscher“ an der Wand? In der Reihe der Online-Vorträge des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg widmet sich Museumsmitarbeiter Torsten Foelsch einem ganz besonderen Herren und erklärt in seinem Vortrag „Der Rufer an der Wand“, was es mit ihm und mit anderen bildplastischen Werken in der Altstadt auf sich hat, wer diese in Auftrag gab und – soweit feststellbar – wer sie schuf.

 

Auf den ersten Blick ist Perlebergs Altstadt arm an bildplastischem Schmuck in Form von Denkmälern oder sonstigen schmückenden Bildhauerarbeiten. Bei genauerem Hinsehen offenbart sich dem aufmerksamen Besucher im Altstadtbild aber doch eine ganze Reihe hochwertiger künstlerischer Arbeiten dieses Genres. Torsten Foelsch stellt sie in Wort und Bild in seinem kurzen Beitrag vor. Diesen finden Sie ab sofort ganz unkompliziert auf der Startseite der Museumswebseite www.stadtmuseum-perleberg.de.

Foto zur Meldung: Online-Vortrag: „Rufer an der Wand“ mit Torsten Foelsch
Foto: Abbildung aus dem Video

Wanderausstellung „Stadt hat Recht“ im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

(25.05.2021)

Seit dem 16. Mai 2021 zeigt das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg eine kleine, aber feine und interessante neue Wanderausstellung „Stadt hat Recht. Das Magdeburger Recht in Brandenburgs Städten“ der Arbeitsgemeinschaft Städte mit Historischem Stadtkern im Land Brandenburg. Diese Banner-Ausstellung wurde um interessante, sonst nicht ausgestellte Exponate aus den Beständen des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg, des Stadtarchivs sowie mit Leihgaben aus den Stadtarchiven Tangermünde und Stendal ergänzt.

 

Sämtliche Prignitzer Immediatstädte „erhielten“ ihr Stadtrecht im 13. Jahrhundert aus der Altmark. Salzwedeler Recht wurde 1239 auf Perleberg übertragen. Gezeigt wird in der Ausstellung u. a. auch ein Faksimile der Stadtrechtsurkunde für Perleberg vom 29. Oktober 1239. Damals erteilte die Stadt Salzwedel auf Bitten der Perleberger Bürgerschaft und ihres Stadtherren, des Edlen Johann Gans, eine Rechtsauskunft, da deren Salzwedeler Stadtrecht auch in Perleberg galt. Diese Urkunde ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: 1. Sie bezeugt mit dem 7 Monate älteren Privileg des Edlen Johann Gans für die Perleberger Schusterzunft die Existenz Perlebergs als Stadt im Rechtssinn. 2. Sie ist das älteste Zeugnis für die Existenz des Salzwedeler Rechts. 3. Sie charakterisiert Perleberg als das älteste Mitglied der Salzwedeler Stadtrechtsfamilie und 4. In ihr wird erstmals der Rat der Stadt Salzwedel als Institution genannt.

 

Die urkundliche Ersterwähnung der Stadt Perleberg vor 782 Jahren geht allerdings auf ein Privileg des Stadtherrn Johann Gans für die Schustergilde in Perleberg vom 27. März 1239 zurück. Diese Urkunde ist in einer Abschrift aus dem Jahre 1332 überliefert und wird im Stadtarchiv Perleberg verwahrt. In dieser Urkunde gestattet der Stadtherr von Perleberg, der Edle Johann Gans, den Perleberger Schuhmachern und ihren Nachkommen sich in einer Innung zu organisieren. Diese abschriftlich überlieferte Urkunde ist für die brandenburgische Landesgeschichte von herausragender Bedeutung. Sie markiert mit dem Jahr 1239 nicht nur das älteste Schusterprivileg, sondern das älteste Innungsprivileg auf dem Territorium des heutigen Landes Brandenburg überhaupt.

 

Auch andere Prignitzer Städte und die Städte der benachbarten Landschaften wurden mit altmärkischen Stadtrechten bewidmet. So wird 1237 eine Übertragung des Salzwedeler Rechtes auch auf Lenzen vermutet. Die beiden Plotho’schen Gründungen Wusterhausen a. d. Dosse (um 1232) und Kyritz (1237), die Bischofsstadt Wittstock (1248) und auch Neuruppin (1256) wurden mit Stendaler Recht ausgestattet. 1256 „erhielt“ schließlich Pritzwalk das Recht der ebenfalls altmärkischen Stadt Seehausen.

Zu den Exponaten des Museums und der Leihgeber, die zusätzlich die Wanderausstellung bereichern, gehört u. a. eine Reihe seltener alter Stadtansichten aus der Altmark und der Prignitz, die um 1710 nach Aufnahmen von Daniel Petzold gestochen wurden und die 1753 in dem Historienwerk von Johann Christoph und Bernhard Ludwig Bekmann über die Kur- und Mark Brandenburg teilweise publiziert wurden. Gezeigt werden außerdem einige alte Perleberger Stadtansichten des 16. bis 20. Jahrhunderts, darunter die älteste bekannte Silhouette der Stadt nach dem Epitaph für den Bürgermeister Johann Konow aus dem Jahre 1558. Auch das Rolandstandbild von 1546 auf dem Marktplatz und seine Symbolträchtigkeit für das städtische Rechtswesen sowie als Wahrzeichen der Stadt werden mit einigen alten Darstellungen und Fotos thematisiert.

 

Um 1300 gelang es Perleberg nach dem Aussterben der Perleberger Linie der Edlen Herren Gans als Immediatstadt eine unmittelbar dem Markgrafen von Brandenburg zustehende Stadt zu werden. In dieser neuen Rolle legte sich die selbstbewusste, aufstrebende Handels- und spätere Hansestadt auch ihr eigenes Siegel- und Wappenbild zu, das bis auf den heutigen Tag in Benutzung ist: der achtteilige Perlenstern mit einer großen Perle in der Mitte. Die alte Umschrift des ältesten Siegels lautet: SIGILLVM BVRGENSIVM IN PERLEBERCH (Siegel der Bürger in Perleberg). Den Wandel des Perleberger Stadtwappens im Laufe der Jahrhunderte von seiner ursprünglichen Form mit der Gans als Wappentier hin zum achtstrahligen Stern und dessen unterschiedliche Blasonierung wird anhand einiger Siegelbilder vorgestellt.

 

Aus altmärkischen Archiven werden einige Dokumente gezeigt, die die lange gemeinsame Geschichte und die enge staatliche Verwobenheit von Altmark und Prignitz bis zum Tilsiter Frieden 1807 facettenhaft mit Einzelbeispielen der 1565 in Stendal etablierten Altmärkisch-Prignitzschen Städtekasse und einem seit 1734 gebräuchlichen gemeinsamen Altmärkisch-Prignitzschen Gesangbuch dokumentiert.  

 

Diesem interessanten Thema der Stadtrechtsübertragungen und der Stadtrechtspraxis widmet sich die Ausstellung in eindringlichen Bild-Text-Darstellungen der Autoren Dr. Sascha Bütow (Magdeburg), Holger Schmidt (Potsdam) und Dr. Joachim Müller (Brandenburg an der Havel), die bis einschließlich 12. September 2021 (Tag des offenen Denkmals) zu sehen ist und die dann weiter in andere Städte der Arbeitsgemeinschaft wandern soll.

[Plakat zur Ausstellung]

[Flyer zur Ausstellung]

Foto zur Meldung: Wanderausstellung „Stadt hat Recht“ im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg
Foto: Stadt Perleberg | Einblick in die Sonderausstellung des Museums

Wir machen mit – Nutzen auch Sie die luca App?

(20.05.2021)

Schnelle und lückenlose Kontaktrückverfolgung 

Durch die momentan sinkende Inzidenz im Landkreis Prignitz und Erleichterungen die im Zusammenhang mit der aktuell geltenden Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg stehen, haben die öffentlichen Einrichtungen der Stadt Perleberg wieder geöffnet.

Neben den geltenden Zugangs- und Abstandsbeschränkungen, müssen wir weiterhin die Personendaten unserer Besucher erfassen. Dafür kann ab sofort zusätzlich die luca App (Link) genutzt werden.

 

Die App ist für die Nutzer kostenfrei. Einfach bei Google Play oder im App Store herunterladen, personalisierte Daten eingeben und fertig. Wenn Sie uns einen Besuch abstatten, können Sie mit der heruntergeladenen App den QR-Code an der Tür oder dem Briefkasten der jeweiligen Einrichtungen abscannen:

 

Auch an unseren Verwaltungsstandorten im Rathaus und in der Karl-Liebknecht-Straße 33 können Sie sich eigenständig mit der luca App ein- und wieder auschecken.

 

Die Stadt Perleberg hat dabei keinen Zugriff auf Ihre personalisierten Daten. Diese werden verschlüsselt an das Gesundheitsamt des Landkreises Prignitz übertragen. Sollte ein Verdacht bestehen, kann nur das Gesundheitsamt die Kontakthistorie anfragen und danach entschlüsseln. Weitere Informationen, Links sowie Fragen und Antworten kann man auf der Internetseite des Landkreises Prignitz unter dem Reiter Corona Informationen_luca-App (Link) entnehmen.

 

PS. Am Pfingstmontag bleibt die Stadtverwaltung sowie die öffentlichen Einrichtungen aufgrund des Feiertages geschlossen.

[Internetseite zur luca-App]

[Weitere Informationen zur luca-App auf der Internetseite des Landkreises Prignitz]

Foto zur Meldung: Wir machen mit – Nutzen auch Sie die luca App?
Foto: Stadt Perleberg | Mit der App sich schnell und einfach in die Stadtinformation einchecken

Stadt- und Regionalmuseum Perleberg öffnet wieder seine Pforten am 16. Mai 2021

(14.05.2021)

Unser Stadt- und Regionalmuseum öffnet am kommenden Sonntag, 16. Mai 2021, dem Internationalen Museumstag, nach Voranmeldung und mit Maske wieder für den Besucherverkehr, da die Inzidenz im Landkreis Prignitz seit einigen Tagen unter dem Schwellenwert von 100 liegt.


Wir zeigen ab dem kommenden Sonntag, 16. Mai 2021 von 11.00 bis 16.00 Uhr bei freiem Eintritt an diesem besonderen Tag unsere beiden Dauerausstellungsebenen zur Archäologie der Prignitz und zur Perleberger Stadtgeschichte sowie die neue Wanderausstellung „Stadt hat Recht. Das Magdeburger in Brandenburgs Städten“ der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne im Land Brandenburg.

 

Diese Roll-up Ausstellung haben wir um interessante Exponate aus den eigenen Beständen unseres Museums, unseres Stadtarchivs sowie mit Leihgebern aus der Altmark, und zwar aus Tangermünde und Stendal, ergänzt.
Sämtliche Prignitzer Immediatstädte „erhielten“ ihr Stadtrecht im 13. Jahrhundert aus der Altmark. Salzwedeler Recht wurde 1239 auf Perleberg übertragen. Für 1237 wird eine Übertragung des Salzwedeler Rechtes auch auf Lenzen vermutet. Wusterhausen a. d. Dosse (um 1232), Kyritz (1237), Wittstock (1248) und auch Neuruppin (1256) wurden mit Stendaler Recht bewidmet. 1256 „erhielt“ Pritzwalk das Recht des altmärkischen Seehausen. In der Anlage finden Sie neben dem Ausstellungsflyer und einem Plakat zur Ausstellung auch eine für die Sonderausstellung bearbeitete Karte zur Stadt und zum Stadtrecht im Mittelalter.


Die Sonderausstellung wird vom 16. Mai (Internationaler Museumstag) bis einschließlich 12. September (Tag des offenen Denkmals) im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg zu sehen sein und wandert danach weiter in die anderen Städte der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne im Land Brandenburg.

Foto zur Meldung: Stadt- und Regionalmuseum Perleberg öffnet wieder seine Pforten am 16. Mai 2021
Foto: Stadt Perleberg | Außenansicht des Stadt- und Regionalmuseums in Perleberg.

Märchenmittwoch: Ende der Ausstellung

(07.05.2021)

Der Märchenmittwoch endete am 5. Mai mit der Abbildung zu dem Märchen „Brüderchen und Schwesterchen“ aus der Sammlung der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V.

Die Abbildung wurde ebenfalls von dem Künstler Paul Hey (1867-1852) angefertigt und als Dresdener Schulwandbild um 1907 produziert.

Auf Antrag der Brüder Grimm-Gesellschaft wurden die „Kinder- und Hausmärchen“ auf Beschluss der internationalen Unesco-Kommission mit der Urkunde vom 29. Juli 2005 in das „Weltdokumentenerbe“ (Memory of the World · Mémoire Documentaire du Monde) eingetragen. Die Grimmsche Märchensammlung ist dabei wie ein Fokus, der eine durch mehrere Kulturen geprägte Märchentradition einfängt, in neuer Form zusammenfasst und bündelt – und dann so zurückstrahlt, dass eine neue Tradition daraus erwächst und, gebunden an das Werk, weltweite Wirkung entfaltet. Die internationale Verbreitung der Grimmschen Märchen ist ein Ausweis ihres exemplarischen Charakters, der – in der deutschen Romantik verwurzelt – die Poesie der menschlichen Vorstellungswelt in universell gültiger Form ergriffen und niedergelegt hat.

 

Wir hoffen, dass Ihnen das Raten gefallen hat und bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern!

 

Die Sonderausstellung wird mit freundlicher Unterstützung des Prignitz Sommers und der Sparkasse Prignitz gefördert. Informationen zu der kommenden Sonderausstellung „Stadt hat Recht“ und digitale Angebote zur Märchenausstellung finden Sie unter www.stadtmuseum-perleberg.de.

Foto zur Meldung: Märchenmittwoch: Ende der Ausstellung
Foto: Stadt Perleberg | Abbildung des letzten Rätsels aus der Sammlung der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V.

Märchenmittwoch: Welches Märchen ist hier zu sehen?

(05.05.2021)

In unserem letzten Mittwochsrätsel vom 28. April zeigten wir eine Illustration von dem Märchen „Dornröschen“ aus der Sammlung der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V.

Die Abbildung wurde von dem Künstler Paul Hey (1867-1852) angefertigt und als Dresdener Schulwandbild 1912 produziert.

Die „Schlafende Schöne“ findet sich bereits in dem französischen Prosaroman „Perceforest“ aus dem 14. Jahrhundert. In „La Belle au Bois Dormant“ führt Charles Perrault das Motiv der Verwünschung durch eine Fee und die Aufhebung des Zaubers nach einhundert Jahren ein. Bei den Gebrüdern Grimm wird das von einer Dornhecke umgebene Dornröschen durch den Kuss des Prinzen erweckt.


Mit dieser Illustration endet das Gewinnspiel. Welches Märchen ist zu sehen? Jeden Mittwoch vom 14. April bis zum 5. Mai veröffentlicht das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg eine Märchenillustration aus der aktuellen Sonderausstellung „Wo das Wünschen noch geholfen hat… Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm“ (9.03. bis 9.05.2021) der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V.

Das gesuchte Märchen kann als Lösungswort per E-Mail an oder per Post an das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg, Mönchort 7-11, 19348 Perleberg gesendet werden. Unter allen Einsendungen werden wöchentlich Familienkarten verlost.

 

Die Sonderausstellung wird mit freundlicher Unterstützung des Prignitz Sommers und der Sparkasse Prignitz gefördert. Digitale Angebote zur Ausstellung finden Sie unter www.stadtmuseum-perleberg.de.

Foto zur Meldung: Märchenmittwoch: Welches Märchen ist hier zu sehen?
Foto: Stadt Perleberg | Illustration aus der Sammlung der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V. - Welches Märchen ist zu sehen?

Märchenmittwoch: Welches Märchen ist hier zu sehen?

(28.04.2021)

In unserem letzten Mittwochsrätsel vom 21. April zeigten wir eine Illustration von dem Märchen „Aschenputtel“.

Hierbei handelt es sich um eine Ansichtskarte aus der Sammlung der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V. mit dem „Aschenbrödel“, welche nach einem Original von Anne Erler-Reichold um 1950 angefertigt wurde. 

Einzelne Erzählmotive des Märchens von der zu niedrigsten Arbeiten gezwungenen Stieftochter lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen. Aus dem neunten Jahrhundert stammt eine chinesische Fassung. Eine deutsche Version aus dem 15. Jahrhundert ist unter dem Titel „Eschengrüdel“ bekannt. Für die europäische Märchentradition sind vor allem Giambattista Basiles „La Gatta Cenerentola“ (1634) und Charles Perraults „Cendrillon ou La Petite Pantouffle de Verre“ (1697) bedeutend. Die Brüder Grimm kombinierten für die ersten „Kinder- und Hausmärchen“ von 1812 Elemente der Perraultschen Fassung mit mündlichen Erzählungen.


Welches Märchen wird auf der heutigen Illustration gezeigt? Jeden Mittwoch vom 14. April bis zum 5. Mai veröffentlicht das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg eine Märchenillustration aus der aktuellen Sonderausstellung „Wo das Wünschen noch geholfen hat… Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm“ (9.03. bis 9.05.2021) der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V.

Das gesuchte Märchen kann als Lösungswort per E-Mail an oder per Post an das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg, Mönchort 7-11, 19348 Perleberg gesendet werden. Unter allen Einsendungen werden wöchentlich Familienkarten verlost.

 

Die Sonderausstellung wird mit freundlicher Unterstützung des Prignitz Sommers und der Sparkasse Prignitz gefördert. Digitale Angebote zur Ausstellung finden Sie unter www.stadtmuseum-perleberg.de.

Foto zur Meldung: Märchenmittwoch: Welches Märchen ist hier zu sehen?
Foto: Stadt Perleberg | Illustration aus der Sammlung der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V. - Welches Märchen ist zu sehen?

Bürgerhaushalt 2019/2020 – „Archäologie im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg“

(27.04.2021)

Das Stadt- und Regionalmuseum in Perleberg kann sich freuen. Es hat in Höhe von 5.000 € neues Equipment für die Inventarisierung und Digitalisierung von musealen Objekten Ur- und Frühgeschichte erhalten. Ohne die Unterstützung von Ehrenamtlern ist manch eine Arbeit im Museum nicht zu stemmen. Das gilt auch für die Aufarbeitung der umfangreichen archäologischen Sammlung die im Museum und im Museumsdepot vorhanden sind.

 

Drei ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger aus der Prignitz, Michael Meyer, Jörg Hildebrandt sowie Jörg Moskar sind die Ideengeber für den im letzten Jahr gestellten Antrag im Bürgerhaushalt der Stadt Perleberg. Bei einem Rundgang durch das Museum, vor allem durch den Keller, fiel ihnen die enorme Sammlung von Exponaten aus der Ur- und Frühgeschichte auf. Für die Aufarbeitung fehlte bisher immer noch das passende Equipment. Dieses ist nun mit Hilfe des Geldes aus dem Bürgerhaushalt durch das Museum angeschafft worden. Mithilfe eines mobilen Laptops mit Office-Paket, eines GPS-Gerätes zur Lokalisierung von Fundstellen im Gelände, im Museum sowie der Denkmalpflege, eines Reprotisches zum Fotografieren und Digitalisieren der Museums- sowie neuer bodendenkmalpflegerischer Funde und eines Objektivs für Nahaufnahmen von kleinen Funden können nun die Objekte inventarisiert und zukünftig der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

 

Durch die Zusammenarbeit im Rahmen einer Museums-Arbeitsgruppe profitieren sowohl Museum, als auch Bodendenkmalpflege, indem die bisher auf Neufunde ausgerichteten Aktivitäten um die Berücksichtigung sowie Aufarbeitung der im Museum befindlichen Altfunde ergänzt werden können. Bei der Museumsinventarisierung als auch der Bestimmung und Planung der bodendenkmalpflegerischen Aktivitäten ergeben sich Synergien - insofern die ehrenamtlichen Museumshelfer, die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Prignitz ebenso beteiligt werden sollen, als auch die Museumsleitung. Als Früchte der Arbeit stehen neben der Veröffentlichung über das Museumsportal „museum-digital" sowie in der Datenbank „FirstRumos“ auch perspektivisch Vorträge durch die Arbeitsgruppen-Mitglieder und ggf. Sonderausstellungen in Zusammenarbeit mit Museum und Denkmalpflege an.

 

Gern würden die Partner beginnen wollen, doch ist es momentan durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie leider noch nicht möglich.

Foto zur Meldung: Bürgerhaushalt 2019/2020 – „Archäologie im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg“
Foto: Stadt Perleberg |Michael Meyer und Jörg Hildebrandt demonstrieren ihre zukünftige Arbeit im Museum mit vorhandenem Equipment

Öffnungszeiten Stadtverwaltung und öffentliche Einrichtungen

(26.04.2021)

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der weiterhin steigenden Infektionszahlen im Landkreis, bittet die Stadtverwaltung von einem persönlichen Gang in die Verwaltungsstandorte:

abzusehen.

Um eine mögliche Ausbreitung zu mindern, richten Sie bitte Ihre Anliegen vorzugsweise telefonisch unter (03876) 781 0 oder per E-Mail an . Bitte stellen Sie aufschiebbare Anliegen zurück. Bei unaufschiebbaren Anliegen können Termine vereinbart werden.
 
Das Stadt- und Regionalmuseum, Mönchort 7-11, das Jugend- und Freizeitzentrum, Wittenberger Straße 91-92, die Stadtinformation, Großer Markt 12, die BONA Stadtbibliothek, Puschkinstraße 14 sowie das Stadtarchiv, Karl-Liebknecht-Straße 33, bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Sobald die Türen wieder geöffnet werden können, informieren wir Sie. 
 
Die Lotte-Lehmann-Akademie wird trotz der Schließung der Stadtinformation weiterhin von Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 15.00 Uhr sowie am Freitag von 8.00 bis 12 Uhr begehbar sein, sodass eine öffentliche Toilettennutzung unter der Woche gewährleistet werden kann.

Foto zur Meldung: Öffnungszeiten Stadtverwaltung und öffentliche Einrichtungen
Foto: Stadt Perleberg | Blick vom Roland auf das Perleberger Rathaus

Märchenmittwoch: Welches Märchen ist hier zu sehen?

(21.04.2021)

In unserem letzten Mittwochsrätsel vom 14. April zeigten wir eine Abbildung zu dem Märchen „Schneewittchen“ aus der Sammlung der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V.

Sie stammt aus dem Buch „Sneewitchen. Kinder- und Hausmärchen, gesammelt durch die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm.“, welches mit vier Bildern in Farbendruck nach Zeichnungen von Rudolf Geißler (1834-1906) im Jahr 1890 in Berlin gedruckt wurde.

Im ersten Band der „Volksmärchen der Deutschen“ des Weimarer Schriftstellers Johann Karl August Musäus (1735-1781) handelt das „Sneewittchen“-Märchen von der vom Hass ihrer Stiefmutter Richilde („die Reiche“) verfolgten Blanca („die Weiße und Reine“). Der Begriff „Schneewittchen“ hat zuerst der Weinheimer Schriftsteller Albert Ludwig Grimm (1786-1872) mit seinem 1808 erschienenen gleichnamigen Dramolet in der Literatur eingeführt. Die ersten Niederschriften des „Sneewittchen“-Märchens der Brüder Grimm erfuhren in den gedruckten Ausgaben von 1812-1857 zahlreiche inhaltliche und stilistische Veränderungen. Vor allem der poetische Vergleich „so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz“ geht wohl auf Wilhelm Grimm zurück.


Und welches Märchen ist auf der heutigen Abbildung zu sehen? Jeden Mittwoch vom 14. April bis zum 5. Mai veröffentlicht das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg eine Märchenillustration aus der aktuellen Sonderausstellung „Wo das Wünschen noch geholfen hat… Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm“ (9.03. bis 9.05.2021) der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V.

Das gesuchte Märchen kann als Lösungswort per E-Mail an oder per Post an das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg, Mönchort 7-11, 19348 Perleberg gesendet werden. Unter allen Einsendungen werden wöchentlich Familienkarten verlost.

 

Die Sonderausstellung wird mit freundlicher Unterstützung des Prignitz Sommers und der Sparkasse Prignitz gefördert. Digitale Angebote zur Ausstellung finden Sie unter www.stadtmuseum-perleberg.de.

Foto zur Meldung: Märchenmittwoch: Welches Märchen ist hier zu sehen?
Foto: Stadt Perleberg | Illustration aus der Sammlung der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V. - Welches Märchen ist zu sehen?

Märchenmittwoch: Welches Märchen ist hier zu sehen?

(14.04.2021)

Die Abbildung von 1890 zeigt zwei weibliche Personen aus einer Märchenszene der „Kinder- und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm. Um welches Märchen handelt es sich?

Die in Kassel seit etwa 1806 nach verschiedensten Quellen zusammengetragenen und 1812 und 1815 zweibändig in Berlin erstmals erschienenen „Kinder- und Hausmärchen“ umfassen in der Ausgabe letzter Hand 210 Texte (zweihundert Märchen und zehn Kinderlegenden). Zu den Lebzeiten der Brüder Grimm erschienen bis 1857 insgesamt zehn sogenannte „Große Ausgaben“ in zwei Bänden (mit noch einem zusätzlichen dritten Band mit wissenschaftlichen Kommentaren zu den Märchen 1822 und 1856) und von 1825 bis 1858 zehn sogenannte „Kleine Ausgaben“ in einem Band mit sieben Illustrationen von Ludwig Emil Grimm, später von Ludwig Pietsch.


Jeden Mittwoch vom 14. April bis zum 5. Mai veröffentlicht das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg eine Märchenillustration aus der aktuellen Sonderausstellung „Wo das Wünschen noch geholfen hat… Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm“ (9.03. bis 9.05.2021) der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V.

Das gesuchte Märchen kann als Lösungswort per E-Mail an oder per Post an das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg, Mönchort 7-11, 19348 Perleberg gesendet werden. Unter allen Einsendungen werden wöchentlich Familienkarten verlost.

 

Die Sonderausstellung wird mit freundlicher Unterstützung des Prignitz Sommers und der Sparkasse Prignitz gefördert. Digitale Angebote zur Ausstellung finden Sie unter www.stadtmuseum-perleberg.de.

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Foto: Stadt Perleberg | Illustration aus der Sammlung der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V. - Welches Märchen ist zu sehen?

Wöchentliches Gewinnspiel: Märchenmittwoch

(09.04.2021)

Märchenmittwoch: Welches Märchen ist hier zu sehen?

Erkennen Sie das Märchen? Jeden Mittwoch vom 14. April bis zum 5. Mai veröffentlicht das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg auf der Museumswebseite, der Webseite der Stadt Perleberg und auf Instagram eine Märchenillustration aus der aktuellen Sonderausstellung „Wo das Wünschen noch geholfen hat… Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm“ (9.03.-9.05.2021) der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V.

 

Das gesuchte Märchen kann als Lösungswort per E-Mail an oder per Post an das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg, Mönchort 7-11, 19348 Perleberg gesendet werden. Unter allen Einsendungen werden wöchentlich Familienkarten verlost. Machen Sie mit und schicken Sie uns Ihr Lösungswort!

 

Die Sonderausstellung wird mit freundlicher Unterstützung des Prignitz Sommers und der Sparkasse Prignitz gefördert. Digitale Angebote zur Ausstellung finden Sie unter www.stadtmuseum-perleberg.de.

Foto zur Meldung: Wöchentliches Gewinnspiel: Märchenmittwoch
Foto: Stadt Perleberg | Eine Szene aus dem Märchen "Der gestiefelte Kater" von Viktor Paul Mohn

Stadtinformation und Museum erhalten Siegel

(08.04.2021)

Gerade zur jetzigen Zeit werden die Themen Gesundheit und Hygiene besonders großgeschrieben. Corona hat viele Menschen dazu gebracht, vorsichtiger zu sein. Dies wirkt sich auch auf die Ausflugsplanung aus. Daher setzt die Rolandstadt Perleberg neben den gesetzlichen Standards zusätzliche Schutzmaßnahmen um, um die Gesundheit ihrer Gäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und ihren Besucherinnen und Besuchern einen unbeschwerten Aufenthalt zu ermöglichen.

 

Dieser Aufwand wurde nun belohnt und von der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH mit dem Siegel „Gastfreundschaft mit Verantwortung“ ausgezeichnet. Sowohl die Stadtinformation als auch das Stadt- und Regionalmuseum haben das Siegel beantragt und sind nach bestandener Prüfung nun stolze Träger dieses Siegels. Durch Maßnahmen wie das regelmäßige Desinfizieren jeglicher Kontaktflächen, ein Einbahnstraßensystem um Begegnungen zu minimieren, Schutzwände aus Plexiglas und regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter über Schutz- und Hygienemaßnahmen möchten wir unseren Gästen einen idealen Service und damit ein sicheres Gefühl geben, sodass sie einen angenehmen Aufenthalt verleben können.

 

Weitere Informationen zu unseren Einrichtungen und den jeweiligen Maßnahmen finden Sie auf unserer Webseite unter dem Reiter "Stadtinformation" und auf der Webseite des Museums unter www.stadtmuseum-perleberg.de.

Foto zur Meldung: Stadtinformation und Museum erhalten Siegel
Foto: Stadt Perleberg | Zertifikat für das Siegel "Gastfreundschaft mit Verantwortung"

Altstadt-Rallye für Jung und Alt: „Wo ist der Osterhase?“

(30.03.2021)

„Farbenfroh, frühlingshaft und mit so viel Liebe gestaltet!“, staunt Museumsleiterin Anja Pöpplau, als Märchenerzählerin Renate Groenewegen ihr die selbstgestalteten Plakate für die Osterrallye überreicht.

 

Die Rallye führt in den Osterferien mithilfe der Plakate durch die schöne Perleberger Altstadt und soll Groß und Klein dazu einladen, historische Osterbräuche und kleine Mitmachaktionen kennenzulernen. Das erste Plakat befindet sich am Museum im Mönchort. Auf jedem der 10 Plakate, die ihr an den verschiedenen Standorten finden könnt, hat sich ein Buchstabe versteckt. Aus diesem ergibt sich ein Lösungswort, das von Spürnasen mit der Anzahl der Rallye-Teilnehmer einfach an geschickt werden kann, um einen kleinen Preis erhalten zu können.

 

Die Osterrallye ist ein Angebot des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg in Kooperation mit der St. Jacobi-Kirche, dem Perleberger Rathaus, der Loewen-Apotheke, der Stadtinformation Perleberg, der BONA Stadtbibliothek Perleberg, dem Werbestudios Vollmer, dem Tourismusverband Prignitz e. V. und dem Kaffee- und Teehaus Perleberg (KA-TE-PE).

Foto zur Meldung: Altstadt-Rallye für Jung und Alt: „Wo ist der Osterhase?“
Foto: Stadt Perleberg | Renate Groenewegen Knubbelkrud übergibt Museumsleiterin Anja Pöpplau die Plakate für die Osterrallye.

Erinnerungen zum 40. Todestages des Perleberger Ehrenbürgers Karl Schabrod (1900-1981)

(25.03.2021)

Anlässlich des 40. Todestages von Karl Schabrod (1900-1981) am 31. März 2021 gibt das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg eine Neuauflage der beliebten Erinnerungsblättchen erstmals im modernen Gewand heraus: Die Erinnerungspostkarte.

Sie soll Perlebergerinnen und Perleberger sowie Besucherinnen und Besucher einladen, sich über bekannte Persönlichkeiten der Rolandstadt zu informieren und Erlebnisorte des historischen Altstadtkernes aufzusuchen. Die Karte kann ab 31. März kostenlos im Stadt- und Regionalmuseum, Mönchort 7-11, sowie in der Stadtinformation, Großer Markt 12, mitgenommen und an Freunde und Bekannte als Gruß verschickt werden.

Auf Homepage des Museums (www.stadtmuseum-perleberg.de) und der Stadt Perleberg (www.stadt-perleberg.de) sowie über einen auf der Erinnerungspostkarte befindlichen QR-Code können weitere biografische Informationen entnommen werden. Das Stadt- und Regionalmuseum möchte zukünftig zwei Erinnerungspostkarten im Jahr veröffentlichen. 

Für den Druck der Erinnerungspostkarte spendeten Karl-Heinz Kaiser und Peter Krips von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) dem Museum 100 €. Zum Pressetermin stehen Ihnen ebenso der Verwandte Karl Schabrods, Günther Schabrod aus Perleberg, sowie Museumsleiterin Anja Pöpplau für Fragen zur Verfügung.


Karl Schabrod wurde am 19. Oktober 1900 in Perleberg als Sohn des Tischlers Wilhelm Schabrod geboren und besuchte hier die Schule. Er erlernte den Beruf seines Vaters und arbeitete zunächst in der Werft von Blohm & Voß in Hamburg, bevor er 1922 Mitglied der SPD und 1924 der KPD wurde. Für die KPD übernahm er eine journalistische Tätigkeit im Rheinland (Solingen, Düsseldorf, Remscheid) und wurde als kommunistischer Arbeiterführer 1933 für 13 Monate im Düsseldorfer Gefängnis, im Gefängnis Brauweiler und im Konzentrationslager Börgermoor inhaftiert. 1934 kam er zunächst frei, wurde aber im Juli 1934 erneut verhaftet. Aufgrund seiner kommunistischen Betätigung wurde für ihn die Todesstrafe beantragt. Er wurde jedoch zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt, aus dem er erst durch die Amerikaner am 7. April 1945 befreit wurde.

 

Nach einem kurzen Aufenthalt in Perleberg, wo er am 26. Mai 1945 seine Frau Klara heiratete, kehrte er im Februar 1946 an den Niederrhein zurück und war in der dortigen KPD führend aktiv. Im Oktober 1946 wurde er in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt und gehörte diesem bis 1954, seit Juli 1947 als Fraktionsvorsitzender, an und wirkte an der Entstehung der Landesverfassung mit.

 

Nach dem KPD-Verbot 1956 war er kurze Zeit als Schreiner und von 1958-1960 als Herausgeber der Zeitschrift „Freie Meinung“ tätig. Während des Landtagswahlkampfes 1958 in Nordrhein-Westfahlen wurde er wegen Verdachts der verdeckten Tätigkeit für die verbotene KPD zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Ein gleiches Schicksal ereilte ihn im Bundestagswahlkampf 1961, wo er als unabhängiger Kandidat antrat und wegen Geheimbündelei zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt wurde und Berufsverbot als Journalist erhielt. Gleichzeitig aberkannte man ihm seinen Status als Verfolgter des Naziregimes. In Perleberg wurde er in dieser Zeit auf dem Höhepunkt des kalten Krieges am 16. Oktober 1961 zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Am 21. Juni 1962 gab es in Perleberg auf dem Großen Markt eine von der SED initiierte Protestkundgebung der Perleberger gegen die erneute Inhaftierung von Karl Schabrod. Erst 1963 kam er wieder frei und musste sich bis 1968 in mehreren Berufungsverfahren gegen eine erneute Haft wehren.

 

Erst mit dem Straffreiheitsgesetz vom 9. Juli 1968 wurden die anhängenden Streitverfahren eingestellt und Karl Schabrod konnte seither von einer kleinen Rente und einer dürftigen Entschädigung seinen Lebensabend bestreiten und von Düsseldorf aus seine Heimat Perleberg wiederholt medienwirksam besuchen. Noch 1968 war er Mitbegründer der DKP und Mitglied in deren Zentraler Revisionskommission. Bis zu seinem Tod war er der Mitbegründer und Vorsitzender der VVN in Nordrhein-Westfalen.

 

Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg verfügt über vier Sammelmappen mit Dokumenten und Urkunden zum politischen Leben von Karl Schabrod, u. a. Lebensläufe, Porträt-Fotos, zeitgenössische Zeitungen und Zeitschriften, Zeitungsausschnitte vor allem zu den Prozessen gegen Schabrod, Briefe, Flugblätter, Traueranzeigen, Manuskripte, Ansprachen, Broschüren und Widmungsschriften. Mit einer Auswahl aus diesem Material wurde die bestehende Dokumentation in der Dauerausstellung ergänzt. Gezeigt werden hier derzeit neben einer Porträtfotografie die Ehrenbürger-Urkunde vom 16. Oktober 1961, seine Mitgliedskarte der KPD vom 23. August 1945 und seine Zuchthausjacke aus der Zeit nach 1934.

Foto zur Meldung: Erinnerungen zum 40. Todestages des Perleberger Ehrenbürgers Karl Schabrod (1900-1981)
Foto: Foto: Willi Honigs, Düsseldorf | Abbildung zeigt Karl Schabrod

Digitales Angebot: Zeitreise in die Bronzezeit

(23.03.2021)

Digitales Angebot des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg

Wie lebten die Menschen vor etwa 3.000 Jahren? Warum war Bronze ein wichtiges Material und wieso ist das Königsgrab von Seddin so spektakulär?

 

Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg lädt Schülerinnen und Schüler sowie Interessierte zu einer Zeitreise in die Bronzezeit ein. Museumsleiterin Anja Pöpplau interviewt in einer digitalen Führung in der Dauerausstellung „VorZeiten. 12.000 Jahre Leben in der Prignitz“ Museumsmitarbeiter Torsten Foelsch, Autor der Broschüre „Das Königsgrab bei Seddin in der Westprignitz“ (Katalog zur Ausstellung in der Kirche zu Seddin anlässlich der 100. Wiederkehr der Entdeckung der Grabkammer des bronzezeitlichen Hügelgrabes im Jahre 1899).

 

Es erwartet Sie zusätzlich ein Video mit Märchenerzählerin Renate Groenewegen „Knubbelkrud“, welche die Sage des Königs Hinz vorträgt, sowie weitere Unterrichtsmaterialien rund um das Königsgrab. Das digitale Angebot finden Sie auf der Internetseite www.stadtmuseum-perleberg.de unter dem Reiter „Angebote für Schulklassen“ (Link).

[Digitale Angebote des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg]

Foto zur Meldung: Digitales Angebot: Zeitreise in die Bronzezeit
Foto: Stadt Perleberg | Drehtermin mit Torsten Foelsch

Erinnerung an den Ehrenbürger Otto Mertens (geb. 1813)

(20.03.2021)

Verleihung der Ehrenbürgerwürde am 20. März 1858  

Der mutmaßlich erste Ehrenbürger Perlebergs war der Kaufmann Karl Otto Ferdinand Mertens, der einer Perleberger Unternehmerfamilie entstammte, hier 1813 geboren wurde und seit dem 1. Mai 1849 Mitglied der Perleberger Stadtverordnetenversammlung war. Otto Mertens stammte aus einer alten Perleberger Familie. Sein Vater war Carl Wilhelm Mertens († 1835), der seit 1809 mit Johanne Wilhelmine geb. Gräfe († 1833), Tochter des Wittstocker Pfarrers, verheiratet war. Zu seinen Paten gehörten u. a. eben jener Pfarrer Benjamin Gräfe aus Wittstock, der Superintendent Büttner, Pfarrer Winkler, der Justizkommissar Schrötter und der Ratsherr und Apotheker Schultze.  

 

Das von Kriegsverlusten weitgehend verschont gebliebene bedeutende Stadtarchiv von Perleberg birgt viele herausragende Schätze zur Stadtgeschichte, so u. a. auch eine Akte mit dem Titel „Acta des Magistrats zu Perleberg betreffend Bürger-Jubiläen- und Ehrenbürger-Sachen sowie überhaupt Jubiläum-Angelegenheiten und Feierlichkeiten“, die 1849 bis 1878 geführt wurde (Folgebände liegen vor). Darin findet sich auch der Verwaltungsvorgang, der die erste nach der 1808 für Preußen erlassenen Städteordnung erteilte Ehrenbürgerschaft der Stadt behandelt. Später (1887 und 1961) folgten zwei weitere: Gottlieb Graf von Haeseler und Karl Schabrod.

 

Am 20. März jährt sich zum 163. Mal der Tag, an dem Perleberg seinem ersten Ehrenbürger die Ehrenbürgerrechte verlieh: Kaufmann Otto Mertens. Nachdem Otto Mertens im Juni 1857 nach Hamburg übergesiedelt war, diskutierte der Perleberger Magistrat im Februar 1858 darüber, im die Ehrenbürgerwürde in Anerkennung seiner Verdienste um die Stadt zu erteilen. In den erhaltenen Protokollen darüber heißt es, dass er seit „dem 1. Mai 1849 ununterbrochen Mitglied der Stadtverordneten-Versammlung gewesen und hat seine Stellung in derselben ehrenvoll behauptet und ausgefüllt. Von seinen Eltern hat er nicht nur größere irdische Glücksgüter sondern auch ein fühlendes Herz für Arme und Bedrängte ererbt und es war ihm deshalb möglich und angenehm im Sinne seines achtbaren Vaters viel zur Linderung der Armuth zu thun.“ Er richtete 1835 eine Suppenspende für arme Kranke ein und speiste damit fortan täglich 12 bis 15 Bedürftige, was im Jahr 200 Reichstaler erforderte. Nach seinem Weggang aus Perleberg 1857 hatte er diese Kosten aus Hamburg vierteljährlich an die Stadt Perleberg überwiesen, so dass die „armen Kranken durch seinen Abgang von hier nicht benachteiligt werden.“ Er verfügte 1858 auch, diesen Betrag von 200 Reichstaler den Armen dauerhaft als Legat zu überweisen. „Außerdem hat er nicht nur regelmäßig an bestimmten Tagen der Woche 10 bis 12 alte schwache Witwen in seiner Wohnung gespeist, sondern täglich und in reichem Maße Unterstützungen an Geld, Kleidung und Naturalien der verschiedensten Art an Bedürftige vertheilt. Wo wahre Noth vorhanden war, konnte man seiner Hilfe versichert sein; nicht wenige Familien sind durch ihn aus der drückendsten Lage gerissen, viele Thränen durch ihn getrocknet, viele Leiden gelindert worden, und oft hat er gradezu größerem Unglück vorgebeugt. So hat er seinen echt christlichen Wohlthätigkeitssinn nach allen Seiten hin geäußert und dürfte die von ihm hierzu verwandte Summe auf jährlich 300 Reichstaler bis 400 Reichstaler nicht zu hoch angeschlagen sein.“

 

In Anerkennung dieser mildtätigen Leistungen beschlossen die Perleberger Stadtväter auf ihrer Sitzung am 20. März 1858, dem Kaufmann Otto Mertens gemäß des § 6 der Städteordnung vom 30. Mai 1853 das Ehrenbürgerrecht zu erteilen. In dem damals ausgestellten Ehrenbürger-Brief, der sich in Perleberg als Abschrift in den Magistratssitzungsprotokollen des Stadtarchivs erhalten hat, ist die Begründung für diese Verleihung gerade heute besonders lesens- und beachtenswert, denn es heißt da, dass ihm die Ehrenbürgerrechte „in Anerkennung der vielfachen Verdienste, welche derselbe als Mensch, Bürger und Stadtverordneter bei ehrenhaftem Character um die die hiesige Stadt und namentlich um deren Institute und milde Stiftungen sich erworben hat“, verliehen wurden. Ein überaus sympathischer Grund! Mit der künstlerischen Herstellung des Ehrenbürgerbriefes wurde der in Berlin ansässige Kanzleisekretär, Kalligraph und Zeichner Krüger beauftragt. Ob sich das Original dieses Ehrenbürgerbriefes bei den Nachkommen oder Erben erhalten hat, ist nicht bekannt.

Foto zur Meldung: Erinnerung an den Ehrenbürger Otto Mertens (geb. 1813)
Foto: Stadt Perleberg | Abbildung aus dem Pfarrarchiv der evangelischen Kirchgemeinde St. Jacobi: Taufregister Eintrag Karl Otto Ferdinand Mertens von 1813.

Altstadt-Rallye für Jung und Alt: „Wo ist der Osterhase?“

(17.03.2021)

Ach du dickes Ei! Der Osterhase ist verschwunden! Wo könnte er nur sein?

Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg lädt in Kooperation mit der St. Jacobi-Kirche, des Perleberger Rathauses, der Loewen-Apotheke, der Stadtinformation Perleberg, der BONA Stadtbibliothek Perleberg, des Werbestudios Vollmer, des Tourismusverband Prignitz e.V. und des Kaffee- und Teehaus Perleberg (KA-TE-PE) zu einer Osterrallye durch die Altstadt ein.

 

Auf der Suche nach dem Hasen können Familien, Kita- und Hortgruppen in den Osterferien bei einem Stadtspaziergang wissenswertes über historische Osterbräuche lernen. Auf den von Märchenerzählerin „Knubbelkrud“ Renate Groenewegen gestalteten Postern, die an den jeweiligen Türen oder Schaufenster hängen, befinden sich Buchstaben zum Sammeln und Hinweise über die nächste Station. Das Lösungswort verrät, wo sich Meister Lampe versteckt hat. Dort wartet dann auf die großen und kleinen Spurensucher eine österliche Belohnung!

 

Die Rallye findet ausschließlich im Freien statt und startet beim Stadt- und Regionalmuseum Perleberg. Für die Teilnahme ist keine Anmeldung, keine weitere Kontaktperson und kein Betreten eines Gebäudes notwendig, es muss nur vor Ort die Haustürklingel des Museums betätigt werden und schon kann es losgehen.

 

Die Rallye dauert etwa 15 bis 30 Minuten und kann vom 29. März bis 09. April von montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr absolviert werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer (03876) 781 422 und unter der E-Mail-Adresse .

Foto zur Meldung: Altstadt-Rallye für Jung und Alt: „Wo ist der Osterhase?“
Foto: Stadt Perleberg | Wo ist der Osterhase?

Online-Vortrag: „Stadtluft macht frei! Salzwedeler Recht für Perleberg“

(16.03.2021)

Online-Vortrag mit Frank Riedel am 27. März 2021

Vor 782 Jahren bezeugen das Schustergilde-Privileg vom 27. März 1239 und die 7 Monate jüngere Salzwedeler Rechtsauskunft nach Perleberg das Bestehen Perlebergs als Stadt im Rechtssinn. Die Urkunden lassen bereits eine voll entwickelte Fernhandelsstadt vermuten, was durch archäologische Funde bestätigt wird. Die Salzwedeler Rechtsauskunft ist das älteste Zeugnis für die Existenz des Salzwedeler Rechts.

 

Frank Riedel erklärt in dem Online-Vortrag „Stadtluft macht frei! Salzwedeler Recht für Perleberg“ auf www.stadtmuseum-perleberg.de weitere Besonderheiten der Urkunde, warum „Stadtluft frei macht“ und wie es dazu kam, dass es in Perleberg heute eine Salzwedeler Straße gibt.

Den Vortrag finden Sie ab dem 27.03.2021 ganz unkompliziert auf der Startseite der Museumswebseite.

Foto zur Meldung: Online-Vortrag: „Stadtluft macht frei! Salzwedeler Recht für Perleberg“
Foto: Stadtt Perleberg | Frank Riedel mit dem Straßenschild der Salzwedeler Straße

Öffnung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg

(09.03.2021)

Endlich kann das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg wieder seine Türen öffnen!

Ab Dienstag, dem 9. März können Besucherinnen und Besucher mit vorheriger Anmeldung und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln die Dauerausstellung und die aktuelle Sonderausstellung „Wo das Wünschen noch geholfen hat… Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm“ der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel e.V. besichtigen.

Wir sind dienstags bis freitags von 10 bis 16 Uhr sowie sonntags von 11 bis 16 Uhr für Sie da. Anmeldungen nehmen wir gerne montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer (03876) 781 422 oder der E-Mail-Adresse entgegen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Foto zur Meldung: Öffnung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg
Foto: Stadt Perleberg | Bildausschnitt vom Plakat zur Märchenausstellung

Erinnerung zum 92. Todestag von Wilhelm Ratig (1852-1929)

(03.03.2021)

Begründer des Perleberger Museums 

Als Wilhelm Ratig am 3. März 1929 im Alter von 77 Jahren in seiner Heimatstadt Perleberg starb, verlor die Prignitz einen ihrer wichtigsten Forscher und Sammler von Altertümern.

 

Als Sohn einer alteingesessenen Kaufmannsfamilie – sein Vater war Bürger und Bäckermeister Friedrich Carl August Ratig – wuchs Wilhelm Ratig in Perleberg auf und blieb der Stadt sein gesamtes Leben lang treu. Ihr widmete er einen wesentlichen Teil seiner Arbeit und engagierte sich neben seiner kaufmännischen Tätigkeit intensiv in vielerlei Ehrenämtern, war einige Zeit Stadtverordneter und Vorsitzender des Gemeindewaisenrats. Innerhalb seiner Kirchengemeinde St. Jakobi verwaltete er lange Jahre die Kirchenkasse. Seine intime Kenntnis des Kirchenarchives zeichnete ihn sehr bald als gefragten Genealogen und Stadtgeschichtler aus. Durch eine systematische Auswertung der Kirchenbücher und die Neuordnung des Kirchenarchivs legte er zu den wichtigsten und ältesten Perleberger Familien genealogische Übersichten an. Seine stadtgeschichtlichen Forschungen publizierte er in kleinen Druckschriften in dem Verlag des mit ihm befreundeten Druckereibesitzers und Stadtverordneten Franz Grunick und brachte sie in vielen Vorträgen der Bürgerschaft zur Kenntnis. Wertvolle Arbeit leistete er außerdem mit der Erschließung des Akten- und Urkundenarchivs der Kirchengemeinde St. Jakobi, in dem er 1912 ein gedrucktes Verzeichnis darüber herausbrachte. Weitere Schriften von ihm behandeln die Geschichte der St. Jakobi Kirche, den Glockenguß zu Perleberg im Jahre 1517 oder die Fachwerkhäuser der Perleberger Altstadt. Eine große Leidenschaft von Wilhelm Ratig war die Sammlung von Altertümern und Kunstwerken, die sein Wohnhaus in der Pritzwalker Straße 94 fast zu einem kleinen Museum werden ließen, das er interessierten Besuchern gern vorstellte.

 

Eine große Leidenschaft von Wilhelm Ratig war das Sammeln archäologischer Funde, die sich vor allem von Artefakten aus der Prignitz, aber auch Zukäufen aus anderen Regionen, z. B. Rügen, Mecklenburg, Altmark, Pommern, zusammensetzte und Gefäße, Urnen, Werkzeuge, Steinbeile und Schmuckgegenstände enthielt. Er betätigte sich auch als Laien-Fotograf und ihm verdanken wir eine Reihe von frühen Fotografien aus Perleberg und der Umgebung aus den 1890er Jahren und der Zeit nach 1900. Auch die ersten fotografischen Aufnahmen von der am 15. September 1899 bei Seddin entdeckten Grabkammer des „Königsgrabes“ und der dort gemachten Funde stammen u. a. von Wilhelm Ratig, der als Sachverständiger bei den Bergungsarbeiten vor Ort hinzugezogen wurde.

 

Ihm gelang es, 1905 einen Kreis gleichgesinnter Perleberger Bürger zu einer Altertumsdeputation zusammenzuführen und mit dieser und mit der Unterstützung des Perleberger Magistrats am 13. November 1905 das erste städtische Museum zu gründen, dessen unermüdlicher Pfleger und Mehrer er bis zu seinem Tode war.

 

Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg verwahrt bis auf den heutigen Tag einen Großteil seines wissenschaftlichen Nachlasses, seiner archäologischen und seiner Altertümer-Sammlung. Im Jahr 2016 erschien anlässlich seines 165. Geburtstages ein Erinnerungsblättchen (Nr. 35), das sein Wirken für die Stadt würdigt. Dieses ist kostenfrei im Stadt- und Regionalmuseum sowie auch in der Stadtinformation erhältlich.

Foto zur Meldung: Erinnerung zum 92. Todestag von Wilhelm Ratig (1852-1929)
Foto: Stadt Perleberg | Abbildung eines Portrait von Ratig, 1913

„Hure oder Heilige? Die weiblichen Knaggenfiguren in Perleberg“

(25.02.2021)

Online-Vortrag zum Internationalen Frauentag am 8. März 2020

Viele Perlebergerinnen und Perleberger bemerken die halbnackte Schönheit kaum, wenn sie an ihr vorbeilaufen. Lang gewelltes rötliches Haar, eine grüne Haube und in der Hand ein mysteriöser Gegenstand - so blickt sie mit verdeckter Scham seit über 400 Jahren auf Passanten. Wer aber ist die leicht bekleidete Frau an der Fassade des „Knaggenhauses“ Großer Markt 4?

 

Museumsleiterin Anja Pöpplau lädt anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2020 zu einem Online-Vortrag ein, um den Geheimnissen der weiblichen Knaggenfiguren auf die Spur zu kommen. Diesen finden Sie ganz unkompliziert auf der Startseite der Museumswebseite www.stadtmuseum-perleberg.de.

Foto zur Meldung: „Hure oder Heilige? Die weiblichen Knaggenfiguren in Perleberg“
Foto: Stadt Perleberg | Gebäudeansicht auf die Knaggenfiguren am Großen Markt 4

Blick hinter die Kulissen mit Grimm-Experte Dr. Bernhard Lauer

(24.02.2021)

Bis zur Eröffnung der Sonderausstellung „Wo das Wünschen noch geholfen hat… Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm“ im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg gibt Dr. Bernhard Lauer, Geschäftsführer der Grimm-Gesellschaft Kassel e.V., auf www.stadtmuseum-perleberg.de  einen exklusiven Einblick in die Sonderausstellung. Während des Ausstellungsaufbaus nimmt er sich Zeit, die spannendsten Exponate zu erläutern.

 

Die Brüder Grimm-Gesellschaft unterhält seit fünf Jahren am Kasseler Brüder Grimm-Platz, wo in der nördlichen Torwache Jacob und Wilhelm Grimm von 1814 bis 1822 gewohnt haben, das Brüder Grimm-Zentrum mit Archiv-, Ausstellungs- und Arbeitsräumen.

 

Die Sonderausstellung „Wo das Wünschen noch geholfen hat…“ wird mit freundlicher Unterstützung des Prignitz Sommers und der Sparkasse Prignitz gefördert.

 


Weitere Informationen:

Auf Antrag der Brüder Grimm-Gesellschaft wurden die „Kinder- und Hausmärchen“ auf Beschluss der internationalen Unesco-Kommission mit der Urkunde vom 29. Juli 2005 in das „Weltdokumentenerbe“ (Memory of the World · Mémoire Documentaire du Monde) eingetragen.

 

Die Grimmsche Märchensammlung ist dabei wie ein Fokus, der eine durch mehrere Kulturen geprägte Märchentradition einfängt, in neuer Form zusammenfasst und bündelt – und dann so zurückstrahlt, dass eine neue Tradition daraus erwächst und, gebunden an das Werk, weltweite Wirkung entfaltet. Die internationale Verbreitung der Grimmschen Märchen ist ein Ausweis ihres exemplarischen Charakters, der – in der deutschen Romantik verwurzelt – die Poesie der menschlichen Vorstellungswelt in universell gültiger Form ergriffen und niedergelegt hat.

Die Einzigartigkeit und globale Wirkung dieser Sammlung geht darauf zurück, dass die Brüder Grimm in der literarischen Codierung der vorliterarischen Überlieferung die deutsche und europäische Bezugswelt überschritten und ein universelles Muster völkerübergreifender Märchenüberlieferung geschaffen haben. Dieses Muster war und ist bis heute der entscheidende Dreh- und Angelpunkt der gesamten internationalen Märchenforschung. Die in Kassel seit etwa 1806 nach verschiedensten Quellen zusammengetragenen und 1812 und 1815 zweibändig in Berlin erstmals erschienenen „Kinder- und Hausmärchen“ umfassen in der Ausgabe letzter Hand 210 Texte (zweihundert Märchen und zehn Kinderlegenden). Zu den Lebzeiten der Brüder Grimm erschienen bis 1857 insgesamt zehn sog. „Große Ausgaben“ in zwei Bänden (mit noch einem zusätzlichen dritten Band mit wissenschaftlichen Kommentaren zu den Märchen 1822 und 1856) und von 1825 bis 1858 zehn sog. „Kleine Ausgaben“ in einem Band mit sieben Illustrationen von Ludwig Emil Grimm, später von Ludwig Pietsch.

[Plakat zur Ausstellung]

Foto zur Meldung: Blick hinter die Kulissen mit Grimm-Experte Dr. Bernhard Lauer
Foto: Stadt Perleberg | Dr. Bernhard Lauer beim Aufbau der Ausstellung im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Digitaler Abschluss einer besonderen Ausstellung

(16.02.2021)

Finissage "Kriegergedächtnismale in den Kirchen der Prignitz. Kontinuität oder Wandel nach 1945?"

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Abschlussveranstaltung zur Sonderausstellung am 15. November leider nicht stattfinden.

 

Dank einer Förderung von Kulturland Brandenburg wurde jedoch nicht nur die Finissage digital aufgezeichnet, sondern auch die Ausstellung in einem virtuellen 3D-Rundgang (Link). Ab sofort kann auch der Begleitband "Kriegergedächtnismale in den Kirchen der Prignitz" (Link) über das Museum erworben werden.

 

Wir danken recht herzlich allen Sponsoren und Unterschützern Ausstellung!

 

Foto zur Meldung: Digitaler Abschluss einer besonderen Ausstellung
Foto: Stadt Perleberg | Einrichtung der Ausstellung Kriegergedächtnismale

Neuer Flyer vom Stadt- und Regionalmuseum

(09.02.2021)

„In Blau ein achtstrahliges goldenes Spornrad, bewinkelt von acht silbernen Perlen; in der Mitte des Spornrades innerhalb eines goldenen Perlenringes eine große silberne Perle.“ So lautet die Beschreibung des wunderschönen Perleberger Wappens. Auch der Heimatforscher August Höpfner huldigte ihm in seiner Perleberger Reimchronik von 1870:

„Und von dem Himmel nahm´s das Bild

Und machte sich sein Wappenschild:

Ein güldner Stern im Perlengrund

Er glänzt auf himmelblauem Grund“

 

In Gelb und Himmelblau ist nun auch der neue Flyer des Stadt- und Regionalmuseums gestaltet. Auf zwei Seiten können sich Perlebergerinnen und Perleberger  sowie Touristinnen und Touristen über das bedeutende Museum und seine Angebote informieren.

Foto zur Meldung: Neuer Flyer vom Stadt- und Regionalmuseum
Foto: Stadt Perleberg | Abbildung des neuen Stadt- und Regionalmuseums Flyer

Ab sofort erhältlich: Begleitband „Kriegergedächtnismale"

(05.02.2021)

Begleitband „Kriegergedächtnismale in den Kirchen der Prignitz“ zur gleichnamigen Sonderausstellung „Kriegergedächtnismale in den Kirchen der Prignitz. Kontinuität oder Wandel nach 1945?“

 

In den evangelischen Kirchen des Landkreises Prignitz gibt es mehr als 300 Gedächtnismale für die Befreiungskriege 1813 bis 1815, die Reichseinigungskriege 1864, 1866 und 1870/71, den Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918 und den Zweiten Weltkrieg 1939 bis 1945. Während Kriegergedächtnismale auf Friedhöfen und im kommunalen Raum vergleichsweise gut erforscht sind, wurden die Gedächtnismale in den Gotteshäusern dagegen bislang nahezu übersehen.

 

Das Buch stellt ihre Entwicklungsgeschichte am Beispiel der Prignitz vor. Es wird gefragt, wer sie zu welchem Zweck gestiftet hat und welche Botschaften sie vermitteln. Dienten sie der Kriegs- und Heldenverherrlichung oder der Mahnung und Trauer? Wie wurde mit ihnen der Krieg in Friedenszeiten verarbeitet? Wer waren die Auftraggeber und Hersteller? Wie und wo wurden die Denkmäler im Kirchenraum präsentiert?

 

Der Schwerpunkt liegt auf der Frage, ob nach 1945 bei der Gestaltung von Gedächtnismalen für den Zweiten Weltkrieg neue Wege in der christlichen Erinnerungskultur beschritten wurden. Lässt sich ein Unterschied zwischen Denkmälern ausmachen, die zu DDR-Zeiten bis 1990 entstanden sind, und denen, die danach angeschafft wurden? Nicht zuletzt wird der Umgang mit den alten Kriegergedächtnismalen nach 1945 beleuchtet.

 

Kriegergedächtnismale in Kirchen polarisieren. Das Buch möchte zur Aufklärung über diese schwierige Denkmalgruppe beitragen und so eine kritische, sachliche Aneignung befördern helfen.

 

Autorin ist die Kuratorin Dr. Sylvia Müller-Pfeifruck. Die 112 Seiten, mit Farbabbildungen, wurde herausgegeben vom Stadt- und Regionalmuseum und ist für 14,50 € im Perleberger Museum erhältlich. Bestellungen werden unter der Telefonnummer (03876) 781 422 oder E-Mail entgegengenommen und postalisch versendet.  


Backgrounder

Sylvia Müller-Pfeifruck studierte Klassische Archäologie und Kunstgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. 1990 promovierte sie ebenda zu mittelalterlicher Glasmalerei.

Seitdem arbeitet sie freiberuflich als Bau- und Kunsthistorikerin in Berlin und Brandenburg. Durch zahlreiche Ausstellungen, Publikationen und Vorträge insbesondere zu den Denkmälern des Totenkronenbrauchs hat sie sich bundesweit einen Namen gemacht. Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg zeigte 2017 ihre Wanderausstellung "Totenkronen für Himmelskinder". Ihre neue Ausstellung „Kriegergedächtnismale in den Kirchen der Prignitz. Kontinuität oder Wandel nach 1945?“ stellt diese Denkmalgruppe erstmals exemplarisch einer breiteren Öffentlichkeit vor.

Foto zur Meldung: Ab sofort erhältlich: Begleitband „Kriegergedächtnismale"
Foto: Stadt Perleberg | Aufgeschlagenes Band über die Kriegergedächtnismal in den Kirchen der Prignitz

Frau Harke von Havelberg – Online-Märchenerzählung mit Frau Holle

(25.01.2021)

„Eines Tages kamen Menschen und fingen an, eine große Kirche zu bauen. Sie nahmen Feldsteine und bauten das Fundament. Meiner Schwester hat das überhaupt nicht gefallen, dann nahm sie ihre große Schürze…“

 

Am 20.12.2020 besuchten wir Frau Holle das erste Mail. Bei einem erneuten Besuch bei ihr, erzählt sie uns von ihrer Schwester Frau Harke aus Havelberg und warum ein Geschenk - mag es noch so unscheinbar sein - in Ehren gehalten werden sollte. 

 

Lauschen Sie der Geschichte auf der Internetseite www.stadtmuseum-perleberg.de.

Foto zur Meldung: Frau Harke von Havelberg – Online-Märchenerzählung mit Frau Holle
Foto: Stadt Perleberg | Frau Holle beim Spinnen

Geburtstag eines Perleberger Ehrenbürgers

(19.01.2021)

Gottlieb Graf von Haeseler wurde vor 185 Jahren geboren.

Einer der drei Ehrenbürger der Stadt Perleberg ist der am 19. Januar 1836 in Potsdam geborene Gottlieb Graf von Haeseler (1836-1915). Er entstammte einer briefadeligen Magdeburger Familie. Gottlieb von Haeseler besuchte die Ritterakademie in Brandenburg a. d. Havel, das Pädagogium der Francke‘schen Stiftungen in Halle und schließlich das Berliner Kadettencorps. 1853 trat er als Leutnant des Zieten-Husaren-Regiments in den preußischen Militärdienst ein. Im Stab des Prinzen Friedrich Carl Nikolaus von Preußen nahm er an den Feldzügen 1864 in Dänemark, 1866 in Böhmen und 1870/71 in Frankreich teil. Nach dem Friedensschluss mit Frankreich 1871 kommandierte er zwischen 1873 und 1879 das in Perleberg stationierte 2. Brandenburgische Ulanen-Regiment Nr. 11 und gewann bei den Perlebergern und Prignitzern größte Popularität.

 

Später stieg Graf Haeseler zum Oberquartiermeister im preußischen Generalstab und zum kommandierenden General auf. Er war Träger hoher Orden, u. a. des Schwarzen Adler-Ordens und des Ordens pour le mérite. Nach 50-jährigem Dienst schied er im Frühjahr 1903 als Generaloberst aus dem aktiven Dienst aus, zog sich auf sein Gut Harnecop bei Wriezen zurück und wurde 1905 zum Generalfeldmarschall ernannt. Als politisch aktiver Abgeordneter des Preußischen Herrenhauses engagierte er sich hier besonders für die Förderung der Berufsschulen und die Pfadfinderbewegung. Als Mitglied dieser ersten Kammer nahm er öffentlich Kritik an dem gegen Polen gerichteten Sprachengesetz.

 

Anlässlich seines 50-jährigen Militärjubiläums 1903 übereigneten der Magistrat und die Stadtverordneten Perlebergs ihrem 1886 ernannten Ehrenbürger eine repräsentative, in Leder gebundene und mit dem Stadtwappen versehene, aufwändig kalligraphierte Glückwunsch-Urkunde, die sich bis heute im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg bewahrt hat. Eine Straße in Perleberg führte außerdem lange Zeit seinen Namen und wurde zu DDR-Zeiten in „Karl-Liebknecht-Straße“ umbenannt.

 

Die 1997 geschlossene Garnison Perleberg, der Graf Haeseler angehörte, ist weiterhin ein wichtiges Thema in der stadtgeschichtlichen Ausstellung des Stadt- und Regionalmuseums. Die gelben Reiter der 11. Ulanen (1860-1890) und später die Mannschaften und Offiziere des 1899 hier errichteten Feldartillerie-Regiments Nr. 39 prägten über mehr als ein halbes Jahrhundert die Atmosphäre der Stadt. Ihre markanten Garnisonsgebäude vom Anfang des 20. Jahrhunderts beherrschen bis heute die Silhouette unserer Rolandstadt.

Foto zur Meldung: Geburtstag eines Perleberger Ehrenbürgers
Foto: Oscar Tellgmann | Porträtfotografie Graf von Haeseler aus der Sammlung des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg


Veranstaltungen

20.10.​2021
19:00 Uhr
Portrait von Dr. Matthias Metzle, Autor der Denkmaltopografie Band 15.1
Vortrag „Perleberger Baudenkmale aus sieben Jahrhunderten. Sie erzählen die Geschichte der Stadt und ihrer Ortsteile"
Am Mittwoch, 20. Oktober um 19 Uhr, lädt das Stadt- und Regionalmuseum gemeinsam mit Autor Dr. ... [mehr]
 
06.12.​2021
19:00 Uhr
Abbildung: „Der Galgenbaum“, aus dem 18-teiligen Radierzyklus „Die großen Schrecken des Krieges“ (Les Grandes Misères de la guerre), nach Jacques Callot (1632). Die Abbildung zeigt die Exekution von Dieben (Voleurs infames et perdus) sowie vermutlich auch Marodeuren, die um ihr Leben würfeln (in der Abb. rechts).
Vortrag: „Die Prignitz im dreißjährigen Krieg“ - mit Prof. Dr. Matthias Asche (Universität Potsdam)
Die Mark Brandenburg gehörte zu der am stärksten vom Dreißigjährigen Krieg betroffenen ... [mehr]
 
 

Fotoalben


Fotoalbum Winterimpressionen
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Fotoalbum Eröffnung Fotoausstellung von Max Zeisig in Potsdam
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14.05.2019
 
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28.09.2015
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